Winkeln unter neuer Führung

Der Quartierverein Winkeln hat an der Hauptversammlung ein neues Präsidium gewählt. Neu teilen sich zwei Personen das Amt. 2015 konnte der Quartierverein einen Gewinn verbuchen. Ausserdem ist die Mitgliederzahl wieder gestiegen.

David Gadze
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Teilen sich das Präsidium des Quartiervereins Winkeln: Marco Ruth (links) und Ernst Altherr. (Bild: pd)

Teilen sich das Präsidium des Quartiervereins Winkeln: Marco Ruth (links) und Ernst Altherr. (Bild: pd)

Der Quartierverein Winkeln hat eine neue Führung: Nach acht Jahren an der Spitze hat Ramon Gubelmann an der Hauptversammlung am Freitagabend das Präsidium an Ernst Altherr (Ressort Bauen/Wohnen/Verkehr) und Marco Rutz (Ressort Winkler Nachrichten) übergeben. Die beiden bisherigen Vorstandsmitglieder wurden im Tagblatt-Druckzentrum von den 66 Stimmberechtigten einstimmig als Co-Präsidenten gewählt. Gubelmann bleibt aber Präsident der Vereinigten Quartiervereine der Stadt St. Gallen.

Vorstand verkleinert

Auch sonst gab es im Vorstand des Quartiervereins Winkeln personelle Veränderungen. Claudia Zoller, 2008 gemeinsam mit Gubelmann in den Vorstand gewählt und seither als Vizepräsidentin im Amt, ist ebenfalls an der Hauptversammlung zurückgetreten. «Sie hat von Anfang an gesagt, dass sie so lange bleibe, wie ich Präsident bin», erklärte Gubelmann in seinem letzten Jahresbericht. Jeannette Vicini-Fleischli wurde von den Mitgliedern als Beisitzerin in den Vorstand gewählt. Der Vorstand setzt sich damit neu aus acht statt neun Personen zusammen.

Im Jahresbericht kam Gubelmann auch auf die LED-Anzeige zu sprechen, die seit rund zwei Jahren an der Verzweigung Kräzernstrasse/Sturzeneggstrasse aufgestellt ist und die Bevölkerung über Anlässe im Quartier informiert. Die «letzten Krämpfe» seien nun überstanden, sagte der scheidende Präsident. Die Tafel sei zu schwach im Boden befestigt gewesen und deshalb oft ausgefallen. Die zusätzlichen Aufwendungen – mehr als 2000 Franken – habe man der Installationsfirma in Rechnung gestellt.

Nichts Neues zum «Kreuz»

Ernst Altherr gab anschliessend einen Überblick über die verschiedenen Bautätigkeiten im Quartier. Nichts Neues war zum Restaurant Kreuz zu erfahren. Dieses soll für die Nutzung durch Vereine ertüchtigt werden. Nach zwei Begehungen mit Vertretern der Direktion Bau und Planung 2015 habe man Ende Januar eine dritte Begehung «für die Evaluierung der Kosten für notwendige Anpassungen» vorgenommen. Jetzt warte man auf das Ergebnis. «Amtsmühlen mahlen eben langsamer.»

Altherr kam auch auf die neue Wohnüberbauung an der Sturzeneggstrasse zu sprechen. Der wegen der Bauarbeiten aufgemalte temporäre Fussgängerstreifen beim Schulhaus Hof werde kaum benutzt: «In den vergangenen Wochen hat er sich aufgrund der Witterung mehrheitlich aufgelöst.»

Ein «bäumiges» Geschäftsjahr

«Freude herrscht», verkündete Kassier Jörg Bruderer. Er könne einen «bäumigen Abschluss» des Geschäftsjahrs 2015 präsentieren. Statt des budgetierten Verlusts von 300 Franken erwirtschaftete der Quartierverein einen Gewinn von über 1100 Franken. Dies, obwohl der Gesamtaufwand gegenüber dem Budget um mehr als 800 Franken höher ausfiel. Hauptgrund dafür war die Anschaffung von Bänken und Tischen für den Flohmarkt. Diese Investition habe sich jedoch gelohnt, sagte Bruderer. Der Flohmarkt habe dank eines Nettogewinns von rund 3000 Franken entscheidend zum guten Ergebnis beigetragen.

Bei den Mitgliederbeiträgen nahm der Quartierverein Winkeln fast 1000 Franken mehr ein als budgetiert. Zum einen hat sich die Zahl der Mitglieder um 14 auf insgesamt 279 erhöht, nachdem sie im Vorjahr noch um 33 Personen zurückgegangen war. Zum anderen ist der durchschnittlich eingezahlte Mitgliederbeitrag gestiegen.