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Windkraftwerke – als Symbol unbrauchbar

Ab 2050 keine Ölheizung mehr Ausgabe vom 23. März 2016

Als Präsident des Naturschutzvereins Waldkirch begrüsst Christian Spirig ein Windkraftwerk auf dem Tannenberg als sichtbares Symbol für die Energiewende und hält fest, dass ein Windrad auf dem Tannenberg keine Verschandelung der Natur wäre. Bezüglich Landschaftsschutz kann man verschiedener Meinung sein. Lassen wir daher an dieser Stelle die Argumente des Landschaftsschutzes und der Beeinträchtigungen durch die massive Lärmeinwirkung auf der Seite und konzentrieren wir uns auf unsere Tierwelt.

Zumindest die Konfliktlinien mit der Vogelwelt sollten einem Naturschutz-Vereinspräsidenten bekannt sein. Denn die negativen Einflüsse von grossen, horizontalen Windrädern auf Vögel und Fledermäuse sind bestens dokumentiert. So kommt die Deutsche Wildtier-Stiftung zum Schluss, dass allein in Deutschland jährlich eine Viertel Million Fledermäuse Windkraftwerken zum Opfer fallen. Bei Vögeln ist die grosse Gefährdung vor allem von Zugvögeln ebenso belegt wie das Tötungsrisiko für Greifvögel und Eulen. Allein in Brandenburg werden pro Jahr rund 300 Rotmilane von Windturbinen erschlagen. Aber auch Vögel, die im und am Wald ihre Brut- und Balzplätze haben, sind in hohem Masse bedroht.

Aber auch wer unsere heimischen Wildtiere regelmässig beobachtet, kann über Unbedenklichkeitserklärungen von Windrad-Fans nur den Kopf schütteln. Denn Windkraftanlagen machen nicht nur Lärm, sie werfen auch fliehende Schatten und im Winter zum Teil massive Eisbrocken, was den Lebensraum unserer sensiblen Wildtiere in hohem Masse stört.

Angesichts dieser Fakten müsste eigentlich klar sein, dass Windkraftwerke im Wald und in reich strukturierten Lebensräumen keinen Platz haben. Der Ausbau der Windkraft muss auf Flächen beschränkt werden, die für den Natur- und Artenschutz als risikoarm bewertet werden können. Und dazu gehört der Tannenberg mit Sicherheit nicht!

Peter Weigelt

Präsident St. Gallischer Jägerverein Hubertus

Schaugen 61, 9016 St. Gallen

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