Willkommen im Böhler-Treff

Zum drittenmal fand am Donnerstag das Willkommensfest im Jugendtreff Böhler in Untereggen statt. Die Jugendkommission hat die Dorfbewohner zum Abendessen eingeladen.

Daniela Huber-Mühleis
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Fondue im Sommer: Die Besucher des Willkommensfestes im Unteregger Jugendtreff Böhler geniessen den flüssigen Käse. (Bild: Daniela Huber-Mühleis)

Fondue im Sommer: Die Besucher des Willkommensfestes im Unteregger Jugendtreff Böhler geniessen den flüssigen Käse. (Bild: Daniela Huber-Mühleis)

UNTEREGGEN. Sommerfondue als kulinarische Attraktion? Der Blickfang auf dem Flugblatt hat seine Wirkung nicht verfehlt. Die Aussicht auf geschmolzenen Käse zieht die Besucher an. Das Willkommensfest für die Neulinge im Jugendtreff Böhler in Untereggen am vergangenen Donnerstag ist gut besucht. Anwesend sind auch Gemeinde-, Schul- und Kirchenvertreter.

Fruchtcocktails und Bowling

Während die Jüngsten den Begegnungsort neugierig inspizieren, am Töggelikasten spielen oder die Disco in Beschlag nehmen, lassen sich Eltern, Geschwister und Anwohner im Freien gerne von der Jugendkommission bewirten. Die Festbesucher sind gesellig, die Stimmung vergnügt. «Mir gefällt der Jugendtreff, und ich freue mich jetzt schon auf den Bowling-Ausflug», sagt eine junge Besucherin. Auch die anwesenden Eltern finden anerkennende Worte für das Angebot für die Jugendlichen. Sie schätzen, dass es im Dorf einen betreuten Treffpunkt für ihre Kinder gibt.

Den Unteregger Jugendtreff besuchen rund 50 Prozent der Mittelstufenschülerinnen und -schüler. Für die Viertklässler wird sporadisch am Mittwochnachmittag ein Programm angeboten. Die Älteren können sich jeweils auf den Freitagabend freuen, dann wird gespielt und Musik gehört, gekocht, und es werden neue Desserts kreiert. Nadja Hochreutener ist nicht nur als Aufsichtsperson anwesend. Sie beteiligt sich aktiv am Geschehen und motiviert die Kinder, Neues auszuprobieren. Manchmal fährt die Gruppe fürs Bowling in die Stadt. Nach auswärtigen abendlichen Anlässen ist es für die Jugendleiterin selbstverständlich, dass sie die Jugendlichen nach Hause fährt. Nadja Hochreutener pflegt auch den Kontakt zu den Jugendtreffleitern der Nachbargemeinden. Der Erfahrungsaustausch und der gegenseitige Besuch der Jugendzentren sei ihr wichtig. Vorletztes Jahr haben die Jugendtreffs von Mörschwil und Untereggen zusammen eine Halloweenparty durchgeführt. «Ab der Oberstufe zieht es die Jugendlichen eher in die Stadt. Sie lernen dort neue Kolleginnen und Kollegen kennen. Diese Abnabelung vom Dorf ist völlig normal», sagt Nadja Hochreutener.

Jugendtreff renoviert

Im vergangenen Jahr wurde der Böhler-Treff von den Jugendlichen selbst aufgefrischt und neu gestaltet. Voller Enthusiasmus malten sie neue Bilder, liessen bei der Kreation von Collagen ihrer Phantasie freien Lauf, drapierten Stoffe und hängten farbenfrohe Vorhänge und Lampen auf. Auf Wunsch der Jugendkommission wurden erst kürzlich die sanitären Anlagen erneuert. Das Gremium setzt sich aus je einer Vertretung des Gemeinderats, des Schulrats, der katholischen und der evangelischen Kirche sowie einer Jugendarbeiterin und einer Jugendvertretung zusammen.