Wieder grösseres Interesse

Bereits zum 23. Mal findet in Gossau das internationale Gallusturnier statt. In der Buechenwaldturnhalle werden morgen und am Sonntag über 500 Wettkämpferinnen und Wettkämpfer erwartet. Grösste St. Galler Hoffnung ist Chantal Wright.

Robert Lona
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Hart umkämpft: Das Gallusturnier in Gossau ist gut besetzt. (Bild: Reto Martin)

Hart umkämpft: Das Gallusturnier in Gossau ist gut besetzt. (Bild: Reto Martin)

Judo. Nachdem die vergangenen Auflagen äusserst erfolgreich verliefen, setzt das siebenköpfige Organisationskomitee des Judo Clubs St. Gallen/Gossau alles daran, um diese Erfolgsgeschichte weiterführen zu können. Erwartet werden über 500 Wettkämpferinnen und Wettkämpfer aus rund zehn Nationen. Unter anderem haben bereits früh Delegationen aus Italien, Polen, Holland und England Interesse an einer Teilnahme bekundet.

1985 wurde das Turnier zum ersten Mal ausgetragen und in den darauffolgenden Jahren laufend ausgebaut. Nach fünfjährigem Unterbruch haben 1999 engagierte Vereinsmitglieder das Gallusturnier wieder ins Leben gerufen. Seitdem gehört die Veranstaltung zum festen Bestandteil im Jahreskalender des Judo Clubs St. Gallen/Gossau. Der Anlass ist in der Zwischenzeit bis weit über die Grenzen hinaus bekannt und geniesst hohe Anerkennung. Geschätzt wird nebst dem hohen sportlichen Niveau insbesondere auch die professionelle Organisation des Turniers.

Nachdem die Teilnehmerzahlen in den vergangenen Jahren stagnierten, sind die Veranstalter überzeugt, dass diese wieder steigen werden. Denn in diesem Jahr werden erstmals die Schülerkategorien B (U12) und C (U10) ins Programm aufgenommen. Damit steigt die Anzahl an Kategorien und Gewichtsklassen von zuvor rund 50 auf über 70, was unweigerlich zu mehr Wettkämpferinnen und Wettkämpfern führen wird.

Chantal Wright ist in Form

Der Judo Club St. Gallen/Gossau hegt nebst den organisatorischen auch sportliche Ziele. Die grossen Hoffnungen ruhen auf der bald 18jährigen St. Gallerin Chantal Wright. Sie startet in der Frauenkategorie bis 63 kg und will dort unter Beweis stellen, dass sie sich auch gegen wesentlich ältere Athletinnen behaupten kann. Dass ihre Formkurve nach oben zeigt, hat sie vor zwei Wochen mit dem Gewinn der Goldmedaille am internationalen Rankingturnier in Diepoldsau bewiesen. In der Alterskategorie U17 ist Coach Guido Ledergerber auf die Resultate der St. Galler Kyle Wright und Nicole Füllemann sowie der Gossauerin Carina Kirchmeier gespannt. Alle drei haben in vergangener Zeit mit diversen Klassierungen unter den ersten drei gezeigt, dass mit ihnen immer zu rechnen ist.

Für die Jüngsten, die in den Kategorien U10 und U12 erstmals eine Startgelegenheit beim Gallusturnier erhalten, hat das Sammeln von Wettkampferfahrung oberste Priorität.

EM statt Gossau für Egger

Man darf gespannt sein, ob die Judokas vom Judo Club St. Gallen/Gossau den Heimvorteil nutzen können. Der Auftritt vor heimischem Publikum wird sie zusätzlich anspornen. Zu bedauern ist aus Sicht der Veranstalter die Absenz der U23-Europameisterin Stephanie Egger. Sie wird eine Woche später an der EM in Istanbul an den Start gehen. Dabei wird sie die erste Wettkämpferin des Judo Clubs St. Gallen/Gossau sein, die an einer EM um eine Medaille kämpfen wird.