Wieder ein Kunstraum weniger

Mit der Übernahme der Vadian-Bank durch die St. Galler Kantonalbank geht mit dem Gewölbekeller an der Webergasse ein atmosphärisch spezieller Ausstellungsort mit architektonisch besonderem Reiz verloren. Ab Anfang Juli stehen die jetzigen Bankräume samt Keller leer und werden neu vermietet.

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Mit der Übernahme der Vadian-Bank durch die St. Galler Kantonalbank geht mit dem Gewölbekeller an der Webergasse ein atmosphärisch spezieller Ausstellungsort mit architektonisch besonderem Reiz verloren. Ab Anfang Juli stehen die jetzigen Bankräume samt Keller leer und werden neu vermietet.

Noch vor einem Jahr hatte die Vadian-Bank eine Kulturstiftung gegründet, nicht zuletzt auch, um die seit über fünf Jahren laufende Ausstellungsarbeit im Gewölbekeller zu professionalisieren. Diese Kulturstiftung stellt mit dem Ende der Vadian-Bank ihre Tätigkeit ein. Das bestätigt Walter Ernst, noch Vorsitzender der Geschäftsleitung bei der Vadian-Bank und bei der Kantonalbank neu als Leiter Ausland tätig. Je nachdem, welcher neue Mieter in die jetzigen Vadian-Räume komme, sei es ja vielleicht nicht ausgeschlossen, dass der Keller wieder mit Kunst bespielt werde, sagt Walter Ernst.

Die St. Galler Kantonalbank selbst verfügt derzeit über keinen entsprechend grossen weiss gestrichenen Raum, der für Ausstellungen geeignet wäre. Konkrete Pläne, ob und in welcher Form die bisherige Vadian-Kunstreihe weitergehe, gebe es derzeit nicht, sagt der St. Galler Künstler Hans Thomann, bei der Vadian-Bank seit einem Jahr kuratorisch für den Gewölbekeller verantwortlich. Die Fortsetzung der Ausstellungen unter der Ägide der St. Galler Kantonalbank sei gebunden an einen entsprechenden neuen Raum, sagt Thomann, der bei der Kantonalbank diesbezüglich «Offenheit» gespürt habe. «Wir sind über künftige Ausstellungen mit der Bank in losem Gespräch.» (map)

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