Wie Tarzan und Jane an der Liane

UNTEREGGEN. Im Seilpark Gründenmoos geht es wild zu und her. Mädchen und Knaben des Kindergartens und der Schule Untereggen zeigen hoch oben ihr Können. Mit viel Geschick meistern die Kinder auch die schwierigsten Hindernisse mit Bravour.

Valérie Hug
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Die Kinder testen auf Seilen und verschiedenen Hindernissen ihre Fertigkeiten in Sachen Klettern. (Bilder: Valérie Hug)

Die Kinder testen auf Seilen und verschiedenen Hindernissen ihre Fertigkeiten in Sachen Klettern. (Bilder: Valérie Hug)

Die Sommerferien haben begonnen, viele Familien verreisen. Doch was machen diejenigen, die hier bleiben? In Untereggen haben die Kinder Glück. In der ersten Ferienwoche bietet sich ihnen ein spannendes Programm, das im Rahmen des «Ferienspass» von den Jugendarbeitern aus Untereggen organisiert wurde. In anderen Gemeinden fällt das Angebot nicht so vielfältig aus (siehe Kästchen).

Die Vorfreude ist gross

Mittwoch morgen. Abfahrt um viertel nach neun beim Gemeindehaus in Untereggen. Im Auto geht es mit der Jugendarbeiterin Nadja Hochreutener und ihren drei eigenen Kindern zum Seilpark im Gründenmoos. Die anderen 30 Kinder kommen mit dem öV. Mit grosser Freude nähern sich die Kinder dem Seilpark. Doch bevor losgeklettert werden kann, müssen die Kinder über die Sicherheitsmassnahmen aufgeklärt werden. Da das quirlige Grüppchen aber schon eine anstrengende Reise hinter sich hat, entscheidet man sich erst für eine Znünipause. Frisch gestärkt werden die Kinder und die vier Leiter von Gianni Frapolli, Leiter des Seilparks, instruiert. Helm und Sicherheitsgurte werden nun nach Anleitung montiert. Auf die Plätze, fertig, klettern!

Ohne Sicherheit geht nichts

Bevor es auf die Bäume geht, muss jeder einen Beispielparcours durchlaufen, um zu zeigen, dass man die Sicherheitshinweise versteht und richtig anwenden kann. Alle bestehen mit Bravour. Jetzt geht's los. Den Kindern stehen verschieden schwierige Parcours zur Auswahl. Grün und Blau sind eher einfach, Rot und Pink dagegen etwas anspruchsvoller. Auf den schwierigsten Parcours, den schwarzen, getrauen sich nur die Mutigsten. Mit steigendem Schwierigkeitsgrad liegen die einzelnen Hindernisse immer weiter auseinander und auf immer höheren Bäumen. Ob an Lianen, Netzen oder Schaukeln, die Kinder schwingen sich wie Tarzan und Jane erfolgreich von einem Hindernis zum andern. Das Abenteuer macht den Kindern sichtlich Spass.

Geklettert wird auch im 2014

Auch beim anschliessenden Bräteln an der nahe gelegenen Grillstelle im Wald ist die gute Stimmung nicht verflogen. Als Nadja Hochreutener dann fragt, ob die Kinder nächstes Jahr nochmal mitkommen würden, ist die Antwort mehr als eindeutig: «Jaaa», rufen die Kinder im Einklang. «Aus eben diesem Grund ging man dieses Jahr erneut in den Seilpark», sagt Nadja Hochreutener. Die 42-Jährige ist offiziell erst seit Juli im Amt, ihre Arbeit als Jugendarbeiterin hat sie aber schon seit Anfang April dieses Jahres aufgenommen. «Vor zwei Jahren konnten meine Vorgänger einen unglaublichen Erfolg verbuchen mit dem Ausflug in den Seilpark. Die diesjährige Teilnehmeranzahl bestätigt dies erneut», sagt Nadja Hochreutener und strahlt. Sie denke, dass sie auch nächstes Jahr wieder mit den Kindern ins Gründenmoos gehen werde. Untereggen sei ein Dorf, das schnell ausgestorben wirke, wenn einige Familien in den Ferien weilen. «Für die Kinder, die zu Hause bleiben, ist dies eine willkommene Abwechslung.»

Vor dem Klettern müssen die lebenswichtigen Gurte montiert werden.

Vor dem Klettern müssen die lebenswichtigen Gurte montiert werden.