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WIDERSTAND ZWECKLOS: Abfuhr für die SVP: Kantonsrat sagt Ja zur Theatersanierung

Der bald 50 Jahre alte Betonbau des Theaters St.Gallen soll saniert werden. Der Kantonsrat stimmte am Dienstag einem Kredit von 48,6 Millionen Franken in erster Lesung zu. Einen Rückweisungsantrag der SVP lehnte er ab.
Das Theater St.Gallen ist sanierungsbedürftig - der Kantonsrat hat die entsprechenden Gelder gesprochen. (Bild: GIAN EHRENZELLER (KEYSTONE))

Das Theater St.Gallen ist sanierungsbedürftig - der Kantonsrat hat die entsprechenden Gelder gesprochen. (Bild: GIAN EHRENZELLER (KEYSTONE))

Das Theater in St.Gallen wurde seit der Eröffnung 1968 noch nie von Grund auf renoviert. Nun besteht ein grosser Erneuerungsbedarf, wie es in der Vorlage der Regierung heisst. Dies zeigte sich zuletzt, als eine Hebebühne ausfiel und es für die veraltete Steuerung keine Ersatzteile mehr gab.

Die geplanten Arbeiten können nicht bei laufendem Theaterbetrieb durchgeführt werden. Deshalb ist als Ersatz für den Theatersaal mit seinen 780 Plätzen ein Provisorium mit 500 Sitzplätzen auf dem Areal zwischen dem Kunstmuseum und dem Historischen und Völkerkundemuseum geplant.

Keine Neubau-Variante

Die SVP wollte neben der Sanierung auch einen Theaterneubau prüfen. Ein Neubau könnte längerfristig günstiger sein als ein "teures Flickwerk", wie es ihr Sprecher Karl Güntzel formulierte. Die SVP beantragte aus diesem Grund die Rückweisung der Vorlage, unterlag aber mit 36 zu 78 Stimmen.

Bild: Ralph Ribi
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Sanierungsfall St.Galler Stadttheater

Baudirektor Marc Mächler (FDP) machte sich für die Theater-Sanierung stark. Er verglich das Projekt mit ähnlichen Vorhaben in Basel und Bern, die 74 Millionen und 45 Millionen Franken kosteten. Für einen Neubau in St.Gallen wäre laut Mächler mit Kosten von 130 bis 150 Millionen zu rechnen − "und das wäre sogar noch günstig".

SVP will Volksabstimmung

Die SVP wollte die Vorlage erfolglos einer zwingenden Volksabstimmung unterstellen. Die für ein obligatorisches Finanzreferendum massgebenden Kosten bezifferte SVP-Sprecher Güntzel mit 15,8 Millionen, die Regierung hingegen nur mit knapp 10 Millionen Franken. Die Grenze liegt bei 15 Millionen.

Die SVP hat nun die Möglichkeit, nach der Schlussabstimmung im kommenden September das Ratsreferendum zu ergreifen. Dazu braucht es 40 Stimmen − genau so viele wie die SVP-Fraktion hat. (sda)

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