WIDERSTAND: Schelb befürchtet Mehrverkehr

Der Plan zur Überbauung des Arnegger Dorfkerns ist nicht nur beliebt. Und Stadtparlamentarier Remo Schelb hat Fragen.

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Man sei sich beim Grundsätzlichen ja einig, schreibt SVP-Stadtparlamentarier Remo Schelb in der Einleitung seiner Einfachen Anfrage an den Stadtrat. Die meisten wollen gemäss Schelb, dass der Dorfkern von Arnegg umgezont und umgestaltet wird. Aus der Industriezone soll ein Gebiet entwickelt werden, in dem Wohnen und Arbeiten im Vordergrund stünden. Die Meinungen unterscheiden sich dann aber bei der Umsetzung dieser Idee. Die Pläne sind durch das Architekturbüro zwar bereits gründlich überarbeitet worden. Auf grosse Begeisterung wollten die Pläne dennoch nicht stossen, wie sich an einem Infoabend zeigte (Tagblatt vom 14. Juni).

Remo Schelb sieht hinter dem Projekt eher private Interessen und Gewinnmaximierung denn das Interesse, ein schönes Dorfzentrum entwickeln zu wollen. Nach dem Willen der Investoren und der Stadt werde der jetzige Dorfplatz zu einem «kleinen Quartierspielplatz geschrumpft». Bevor Schelb seinen Vorstoss formuliert, stellt er die rhetorische Frage: «Wird hier nicht ein Stück liebgewonnene Heimat einfach verkauft?» Der Politiker hat aber noch eine andere Befürchtung.

Offene Fragen zu Verkehr und Finanzen

In seinem Vorstoss schreibt Schelb, dass die Stadt einen Grossverteiler nach Arnegg holen will. Wie im Gossauer Zentrum dürfte ein Supermarkt auch in Arn­egg Mehrverkehr verursachen, befürchtet Schelb. Er will darum vom Stadtrat wissen, weshalb man heute überhaupt noch Grossverteiler im Zentrum plane. Welche Absicht der Stadtrat mit diesem Vorhaben hege, lautet eine weitere Frage. Auch will Schelb wissen, was die Überlegungen der Stadt beziehungsweise der Stadtplanung in diesem Zusammenhang sind. Weiter verlangt Schelb eine Antwort auf die Frage, weshalb kein Archtekturwettbewerb durchgeführt wurde. Offen sind auch finanzpolitische Fragen. Schelb fragt, ob der Dorfplatz, dessen Besitzerin die Stadt Gossau ist, vom Verwaltungsvermögen ins Finanzvermögen zurücküberführt werden müsse, damit dieser teilweise oder ganz verkauft werden kann. Und: «Wie viele stille Reserven werden dabei aktiviert?» (ses)