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«Widerstand gegen Antennen ist nicht irrational»

«Eine Antenne, 110 Einsprachen», Ausgabe vom 16. März
Hansueli Stettler, Lindenstrasse 132

Es ist verdankenswert, dass ein Artikel im «Tagblatt» das Problem umschreibt: «Eine Antenne, 110 Einsprecher». Nur sind es leider noch zu wenig, wenn man die Situation in Engelburg genau betrachtet. Woher kommen diese 110 Einsprecher? Ich schicke voraus, dass ich selber Smartphone-Nutzer bin und Antennen als absolut notwendig erachte. Aber an welchem Standort?

Das Baureglement spricht eine klare Sprache: «Von allgemein zugänglichen Standorten sind wahrnehmbare Mobilfunkantennen in den Wohnzonen, der Dorfkernzone und den Wohn- und Gewerbezonen mit überwiegender Wohnnutzung nur zulässig, wenn der Nachweis erbracht wurde, dass in weniger empfindlichen Gebieten keine Standorte gefunden werden konnten.» Das soll ja jetzt abgeklärt werden. In Engelburg gäbe es sicher genügend Alternativen. Zudem braucht es eine zusätzliche Erklärung, die vermutlich vielen Anwohnern und Eltern von Kindern gar nicht bewusst ist.

Sowohl der Bereich Oberhalde-/Sonnenhaldenstrasse und der ganze Bereich Nelkenstrasse bis hin zum Schulhaus (inklusive Spielplatz) liegt vollständig im Strahlungsbereich dieser neuen Antenne. Zudem reicht der Strahlungsbereich bis zum künftigen Altes- und Pflegeheim. Auch die noch unbebaute Wiese ob dem Schulhaus (im Besitz der Gemeinde) ist davon betroffen.

Es kann doch nicht sein, dass Immobilienbesitzer, die gar nicht in der Gemeinde wohnen, für gutes Geld solchen Begehren für den Bau von Antennen in einer zentralen Wohnzone nachkommen. Nicht beachtend, dass damit über Jahrzehnte eine starke Beeinträchtigung erfolgt, die vor allem Kinder betrifft.

Wir Einwohner und unsere Kinder haben ein Anrecht, dass man diese Angelegenheit sehr ernst nimmt. Hier ist unbedingt auch die Zivilcourage der Gemeinde und Schule nötig.

Josef Meier, Sonnenhaldenstrasse 10 9032 Engelburg

Der Widerstand gegen die Antennen hat nicht – wie so oft behauptet – irrationale Gründe.Interessanterweise bringen alle Einsprechenden gesundheitliche Bedenken vor, die von den Gerichten dann weggewischt werden. Gerichte, die sich immer noch auf den «Experten» Martin Röösli stützen können, der seine eigene Studie nicht ernst nimmt, die ein etwa fünffach höheres Krebsrisiko für Kinder mit eigenem Handy nachwies.

Während Herr Zacchari – nun als Gemeindepräsident von Waldkirch – seit Jahren nichts unversucht lässt, die Funkerei auch in die letzten weniger verstrahlten Gegenden zu bringen, haben es andere leichter: Urs Schäppi als Swisscom-Chef hatte das unverschämte Glück, dass eine Swisscom-Antenne vor seinem neu bezogenen Terrassenhaus wie von Geisterhand verschwand – eine Antenne neben einem Schulhaus, gegen die Anwohner jahrelang prozessiert hatten, war plötzlich nicht mehr nötig, wie gigaherz.ch schreibt.

Der Bericht des Tagblatts ist übrigens nicht ganz vollständig, es sind noch mehr Einsprachen hängig. Eine davon gegen den Ausbau der Salt–Antenne in Wittenbach, die das Alterszentrum Kappelhof, die Heilpädogische Schule und die Primarschule stärker bestrahlen soll. Eine weitere habe ich persönlich gegen die Swisscom/Sunrise-Antenne auf dem Helsana-Gebäude in St. Gallen eingereicht, wo es erneut um Leistungsausbau – auch durch Einsatz anderer Frequenzen – geht. Und für mich um die Tatsache, dass ich mich auf meinem eigenen Balkon bereits heute nicht mehr aufhalten kann und im Keller schlafe.

Es gibt allerdings immer noch Gegenden, wo wenig Funkbelastung herrscht. Nur kann sich diese nur leisten, wer über ein dickes Polster verfügt: zwischen Ascona und Brissago etwa gibt es keinen einzigen Sender, nur fette Villen – wer dort lebt, braucht offenbar kein Smartphone? Oder will einfach keine Strahlung? Fragen über Fragen.

Hansueli Stettler, Lindenstrasse 132

9000 St. Gallen

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