«Wiborada» heizt bald ein

Im November soll der Wärmeverbund Wiborada den Betrieb aufnehmen. Auch der Neubau des Alters- und Pflegeheims kommt planmässig voran. Obwohl der lange Winter das Projekt erst verzögerte.

Johannes Wey
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Die Arbeiten am «Wiborada»-Neubau liegen im Zeitplan. (Bild: Johannes Wey)

Die Arbeiten am «Wiborada»-Neubau liegen im Zeitplan. (Bild: Johannes Wey)

BERNHARDZELL. Die Arbeiten am Neubau des Alters- und Pflegeheims Wiborada in Bernhardzell liegen im Zeitplan. Dies obwohl der vergangene, lange Winter für Verzögerungen gesorgt hat. «Zeitweise waren wir vier bis acht Wochen im Rückstand», sagt Oliver Hofmann, Präsident der Stiftung Wiborada. Dies habe aber durch den Einsatz der Bauunternehmen aufgeholt werden können. «Zum Teil wurde auch samstags gearbeitet.»

Ohne Fenster kein Innenausbau

Dieser Effort war auch nötig, denn sonst wäre es laut Hofmann kaum möglich gewesen, dass schon bald die Fenster in den Rohbau eingesetzt werden. Und ohne Fenster wäre auch der Innenausbau in Verzug geraten, unter anderem weil Feuchtigkeit ins Gebäude eingedrungen wäre. In den Wintermonaten soll planmässig mit dem Innenausbau begonnen werden, damit der erste Neubau im November 2014 bezogen werden kann. Anschliessend wird laut Hofmann der Altbau abgebrochen und ersetzt. «Der Rückbau soll möglichst rasch erfolgen, damit wir umgehend mit der zweiten Bauetappe beginnen können.»

Umzug als Herausforderung

Der Umzug des gesamten Heims in rund einem Jahr stellt eine Herausforderung dar. Die Vorbereitungen laufen deshalb schon heute. Laut Oliver Hofmann werden dabei auch Zivilschützer mithelfen. «Ausserdem versuchen wir, Angehörige und betreuende Personen von Heimbewohnern für die Mitarbeit zu gewinnen.» Ziel sei es, dass jeder Bewohner beim Umzug von einer vertrauten Person betreut werde. Für Bewohner ohne Angehörige werde eine Lösung gesucht. «Es ist nicht ausgeschlossen, dass auch Mitglieder des Stiftungsrates eingebunden werden, wo es möglich ist.»

Der Umzug ist auch deswegen kompliziert, weil die Infrastruktur und die betrieblichen Abläufe vom ersten Tag an funktionieren müssen. «Wir müssen kochen, wissen, wo die Leute in der Cafeteria sitzen, und dafür sorgen, dass sich die Bewohner in der neuen Umgebung rasch zu Hause fühlen», sagt Hofmann.

Ab November Wärme liefern

Wenn die Zeit für den Bezug des Neubaus gekommen ist, wird der Wärmeverbund Wiborada schon rund ein Jahr in Betrieb sein. Die Heizzentrale im Neubau soll Wärme für Schule, Kirche, private Haushalte und das ebenfalls in Bau befindliche Angebot für Wohnen im Alter der Genossenschaft Schmittewies liefern. Sie wird Anfang dieses Novembers ans Netz gehen, sagt Hofmann. Vorerst allerdings mit dem ölbefeuerten Not-Heizkessel. In einer Übergangsphase wird die Anlage justiert und im Februar die Pelletheizung im Rohbau des neuen Altersheims in Betrieb genommen.

Diese Übergangsphase könnte den Wärmebezügern einen zusätzlichen Nutzen bringen: «Wir klären ab, ob wir die Heizölvorräte der späteren Wärmeabnehmer für die Übergangszeit nutzen können», sagt Hofmann. Er erhofft sich dadurch eine Win-win-Situation, da die Energiebezüger immerhin noch einen kleinen Betrag für ihr restliches Öl erhalten würden.

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