Wiborada-Glöggli läutet wieder

Erstmals seit 1995 wird das sogenannte Wiborada-Glöggli in Bernhardzell wieder zur Messe läuten. Im Zuge des Neubaus des Pflegezentrums liess man das Glöggli restaurieren. Morgen wird es eingeweiht.

Katja Blöchlinger
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Schwester Daniela und Thomas Günter beim Wiborada-Glöggli. (Bild: Katja Blöchlinger)

Schwester Daniela und Thomas Günter beim Wiborada-Glöggli. (Bild: Katja Blöchlinger)

BERNHARDZELL. Im Jahr 1945 kam das Wiborada-Glöggli mit den Pallottiner-Schwestern nach Bernhardzell. Dort zierte es bis 1977 das Dach des damaligen Klosters Wiborada, erzählt Schwester Daniela Schumacher. Sie ist eine der drei verbliebenen Pallottiner-Schwestern in Bernhardzell. «Von 1995 an stand das Glöggli auf dem Dach des Pflegeheims», erinnert sie sich. Im vergangenen Jahr wurde es dann aufgrund des Neubaus des Pflegeheims abmontiert und restauriert. Nun steht es vor dem Eingang des neuen Wohn- und Pflegezentrums und soll wieder regelmässig läuten.

Positive Rückmeldungen

Thomas Günter, der seit acht Jahren Geschäftsführer des Zentrums ist, freut sich, dass das Glöggli dank zweier Sponsoren instand gesetzt werden konnte. Er habe viele positive Rückmeldungen erhalten. «Das Glöggli ist eine Art Wahrzeichen von Bernhardzell und deshalb sehr beliebt», sagt Günter.

Er erzählt, dass die Bewohner des Zentrums sich wünschen, dass das Glöggli zur wöchentlichen Messe am Freitagabend läuten soll. Diesem Wunsch wolle man nachkommen, sagt er.

Erinnerungsweg um Gelände

Wegen der Neugestaltung des Wohn- und Pflegezentrums sind viele kleine, erinnerungswürdige Details des alten Baus verlorengegangen. Deshalb wollen die Verantwortlichen nach Beendigung der Bauarbeiten einen Erinnerungsweg um das Gelände anlegen. So ist zum Beispiel das Wiborada-Glöggli ein Teil des Erinnerungswegs. Auch ein Bleifenster aus der alten Kapelle soll auf einem Sockel zu stehen kommen. Ebenso soll die Statue der Heiligen Wiborada wieder aufgestellt werden, die an der Front des Neubaus keinen Platz mehr findet. Der Weg soll beleuchtet werden und mit Bäumen und Sitzbänken ausgestattet sein.

Um das Baubudget nicht zu belasten will Thomas Günter auf Sponsoren zurückgreifen. «Das Aufstellen der einzelnen Stücke wollen wir sponsern lassen.» Auch die Erstellung des Weges und des Andachtsraums im Neubau will er über Sponsoren finanzieren. «Noch steht die Finanzierung des Weges und des Andachtsraums zwar nicht, aber wir arbeiten daran», sagt Günter.

Einweihungsfeier ist morgen

Morgen Dienstag um 14 Uhr wird das Wiborada-Glöggli eingeweiht. Diakon Hans Imboden segnet an der Feier das Glöggli, und Schwester Daniela erzählt den Besuchern die Geschichte des Glöggli. Danach lädt das Wohn- und Pflegezentrum die Besucher zu einem kleinen Umtrunk ein. Jedermann ist zur Einweihungsfeier eingeladen.