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WHOPPER IM WALHALLA: Fast Food im Business-Hotel: Burger King kommt nach St.Gallen

Das Hotel Walhalla soll ab Mai 2018 für 29 Millionen Franken saniert und erweitert werden. Die Pläne dafür liegen auf. Sie sehen vor, dass die Fast-Food-Kette Burger King im Erdgeschoss eine Filiale eröffnet.
Luca Ghiselli
Die Fast-Food-Kette Burger King zieht ins Hotel Walhalla ein. (Bild: Urs Bucher)

Die Fast-Food-Kette Burger King zieht ins Hotel Walhalla ein. (Bild: Urs Bucher)

Das Ende der Grossbaustelle auf und um den Bahnhofplatz ist langsam absehbar. Noch fehlt der Kornhausplatz und das Bahnhofpärkli – und auch im Bahnhof selbst gibt es noch einiges zu tun. Bevor der Platz ganz fertig ist, beginnt in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof die nächste Grossbaustelle. Das Hotel Walhalla an der Ecke Poststrasse/Kornhausstrasse wird ab Mai 2018 umfassend saniert und erweitert. Die Pläne dafür liegen noch bis 18. Oktober öffentlich auf. Daraus geht hervor: Das Hotel erhält nicht nur mehr Zimmer und Seminarräume, sondern auch ein neues Gastrokonzept.

Fast Food soll Konzept ergänzen

Neu wird das Gastroangebot im Erdgeschoss des Hotels dreigeteilt. Im Restaurant werden mittags und abends mediterrane und lokale Gerichte vom Grill angeboten, in der Bar gibt’s zudem eine durchgehend warme Küche. Die einschneidendste Veränderung betrifft die Räume im Westen des Gebäudes zur Kornhausstrasse hin. Wo heute in der Brasserie gutbürgerlich gekocht wird, soll nach Bauvollendung im Spätsommer 2019 die Fast-Food-Kette Burger King einziehen. Dies sei eine «optimale Ergänzung zu den anderen beiden Konzepten» und öffne die Türen für ein jüngeres Zielpublikum, heisst es in der Auflage. Das Fast-Food-Restaurant werde aber bewusst von der Hotelanlage «aus Gästewahrnehmung» getrennt. Sowohl auf der nördlichen Seite wie auch zur Kornhausstrasse hin entsteht ein «grosszügiger Aussenboulevard» mit Bestuhlung.

Doch nicht nur im Erdgeschoss, auch in den oberen Etagen werden umfassende Änderungen vorgenommen. So entstehen drei Seminarräume sowie ein «Hybrid-Zimmer» mit Pausenzonen. Einer der Säle kann mit Trennwänden unterteilt werden, und eine kleine Küche ermöglicht die Verpflegung der Seminargäste. Die grosse Terrasse im Innenhof des Hauses soll künftig als «Eventzone» genutzt werden. Rund 100 neue Hotelzimmer werden eingerichtet, heute verfügt das Haus über rund die Hälfte.

Bausumme beträgt rund 29 Millionen Franken

Das Bauobjekt ist U-förmig angelegt und besteht neben den beiden achtstöckigen Hauptbauten auch aus einem vierstöckigen Geschäftshaus. Der Ausbau des Hotelbetriebs ist dank einer Umnutzung der Büro- und Praxisräume des angrenzenden Geschäftshausteils möglich. Dieses wird während der Bauarbeiten auf die gleiche Höhe wie der benachbarte Komplex aufgestockt. Zudem sollen die Fassaden zur Post- und Kornhausstrasse hin komplett erneuert werden. Jene zum Innenhof hin werden durch eine neue, hell verputzte Aussenwärmedämmung energetisch auf den aktuellen Stand gebracht, geht aus den Plänen hervor. Vorerst weiter leerstehen wird das Innenhofgebäude. Es ist an die Gebäude an der Merkurstrasse angebaut, darin waren zuletzt Büros und Praxisräume untergebracht. Zurzeit wird es nicht genutzt, zukünftige Nutzungen des Hauses stehen noch nicht fest. Die Bausumme beläuft sich auf rund 29 Millionen Franken. Eigentümerin der Liegenschaft ist die AXA Winterthur, seit 2015 betreibt das Zürcher Unternehmen Candrian Hotel AG das «Walhalla».

Erdgeschoss ist schützenswert

Die ursprüngliche Baute wurde 1860/61 errichtet. Sie beherbergte damals die Eidgenössische Post und die Brauerei von Josef Anton Kurer, der das Restaurant im Parterre verpachtete. Und dieses trug den Namen Walhalla. Als die Post 1887 auszog, wurde in den Räumen der oberen Stockwerke ein Hotel eingerichtet. Ein Brand zerstörte das Haus 1955 dann komplett – an seiner Stelle wurde von 1957 bis 1959 die heutige Baute errichtet. Später, Mitte der 1960er-Jahre, gestaltete der bedeutende St.Galler Architekt Heinrich Graf dann das Interieur des Erdgeschosses im Hotelbereich. Dieses gehört laut städtischer Denkmalpflege zu den wichtigsten Kunstdenkmälern der Stadt St.Gallen und ist deshalb auch im Schutzinventar aufgeführt.

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