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WETTERKAPRIOLEN: So trocken war der April hier noch nie

Der April brachte viel Sonnenschein mit frühsommerlicher Wärme. Am Bodensee war es einer der niederschlagsärmsten Aprilmonate seit Messbeginn 1864.
Auf dem Autodach gut zu sehen, was Allergiker plagt – Blütenstaub. (Bild: Andreas Walker)

Auf dem Autodach gut zu sehen, was Allergiker plagt – Blütenstaub. (Bild: Andreas Walker)

In der ersten Aprilhälfte sorgten diverse Hochdrucklagen und Südföhnlagen gemeinsam für einen verbreitet sonnigen und milden Wetterablauf. In der zweiten Aprilhälfte waren Hochdrucklagen mit viel Sonnenschein das dominierende Wetterelement. Vom 17. bis am 25. April wurde es am Bodensee frühsommerlich warm. Selbst in Höhenlagen über 2500 Meter blieb die Temperatur auch nachts über null Grad. Die sehr sonnige zweite Aprilhälfte sorgte an einzelnen Messstandorten für neue April-Tagesmaximumtemperaturen. An vielen Orten lagen die Höchsttemperaturen bei knapp unter 30 Grad.

Anfang April war die Vegetation in ihrer Entwicklung noch leicht im Rückstand. Mit der ex-tremen Wärme und dem Sonnenschein wurde die Vegetationsentwicklung beschleunigt, so dass viele Pflanzen fast gleichzeitig oder kurz aufeinander blühten. Der Rückstand wandelte sich schnell in einen Vorsprung um. Zum Leidwesen von Allergikern mit Heuschnupfen, waren in der zweiten Aprilhälfte sehr viele Pollen in der Luft. Das schöne und milde Wetter fühlte sich nicht nach April an, sondern eher wie ein schöner Sommermonat.

Anfang April lag in den Bergen noch überdurchschnittlich viel Schnee. Mit der grossen Wärme in der zweiten Aprilhälfte trat eine markante Schneeschmelze ein. Dabei schmolz der Schnee nicht nur am Tag unter der Sonne, sondern auch in der Nacht, da die Temperaturen auch in den Alpen grösstenteils über 0 Grad warm waren. Dies hatte zur Folge, dass Ende April in den Bergen von den einst riesigen Schneemassen nur noch eine durchschnittliche oder sogar unterdurchschnittliche Schneehöhe vorhanden war. Damit schwindet auch die Gefahr eines extrem hohen sommerlichen Bodenseepegels, wie sich die Situation nach dem Lawinen-Winter 1999 im Mai präsentierte.

Extrem wenig Regen auch in der Region Rorschach

Nach Angaben von Meteo Schweiz betrug die durchschnittliche Apriltemperatur am Bodensee 12,9 Grad und war damit 4,2 Grad zu warm. Als Kehrseite zum Sonnenschein fiel im Monatsverlauf ausgesprochen wenig Regen. Besonders in der Ostschweiz blieb es im April sehr trocken und die Regensummen lagen regional unter 10 Prozent der Aprilnorm 1981 bis 2010. Am Bodensee betrug die Niederschlagsmenge 15 Liter pro Quadratmeter, was gerade einem Fünftel des Durchschnitts entspricht. In der Schweiz wurde eine überdurchschnittliche Sonnenscheindauer registriert. Am Bodensee betrug die Sonnenscheindauer 263 Stunden, was 144 Prozent des langjährigen Mittels entspricht.

Andreas Walker

redaktionot@tagblatt.ch

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