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WETTER: Kaum Sonne und ein frostiger Abschluss

Der Februar war ausserordentlich trüb und sonnenarm. Und am Ende des Monats brachte eine Kältewelle deutliche Minustemperaturen und verwandelte das Bodenseegebiet in eine spektakuläre Eislandschaft.
Am Bodenseeufer bildeten sich Endes des Monats spektakuläre Kunstwerke aus Eis. (Bild: Andreas Walker)

Am Bodenseeufer bildeten sich Endes des Monats spektakuläre Kunstwerke aus Eis. (Bild: Andreas Walker)

Der Februar begann trüb. Vom 1. bis 6. lag das Bodenseegebiet im Einflussbereich verschiedener Tiefdruckgebiete, die unbeständiges Wetter brachten. Vom 7. bis 9. Februar trat dann eine kurze Wetterberuhigung in der Region ein, die aber vom 10. bis 12. Februar bereits wieder von trübem Wetter abgelöst wurde. Am 13. und 14. Februar sorgte ein Hochdruckgebiet für eine erneute kurze Wetterberuhigung. Danach war es bis zum 17. Februar wieder trüb. Vom 18. bis 24. Februar baute sich erneut ein Hochdruckgebiet auf. Allerdings brachte dieses im Bodenseegebiet keinen Sonnenschein, sondern eine Hochnebeldecke. Ab dem 25. Februar steuerte dann ein kräftiges Hoch über Skandinavien auf seiner Südflanke Kaltluft von Osten in die Region, was bis zum Monatsende zu einem markanten Temperaturrückgang führte.

Der Himmel war im Februar fast pausenlos mit Wolken oder Hochnebel verhangen. Zwölf Tage waren tiefdruckbestimmt mit wenig Sonnenschein. Dazu kamen zehn Tage mit Hochnebel. Für die Bodenseeregion bedeutete dies 22 Tage ohne oder mit nur wenig Sonnenschein.

In den Bergen zeigte sich der vergangene Monat zudem sehr kalt. Die Tagesmitteltemperatur sank an zehn Tagen 6 bis 8 Grad unter die Norm der Jahre 1981 bis 2010. An den übrigen Tagen bewegte sie sich meist 2 bis 4 Grad unter dieser. Nur gerade vom 15. bis am 17. Februar floss aus Westen milde Luft zu den Alpen und die Tagesmitteltemperatur stieg in den Bergen 3 bis 4 Grad über das langjährige Mittel.

Bodenseeufer in Eis gelegt

An den letzten beiden Februartagen sank die Temperatur am Bodensee auf -10 bis -13 Grad. Die Bise führte dazu, dass sich die ohnehin eisigen Temperaturen wesentlich kälter anfühlten. Die Bise wühlte den Bodensee auf und blies die Gischt ans Ufer. Der feine Wasserstaub gefror sofort und nach wenigen Tagen waren die Uferbereiche in dickem Eis erstarrt. So wurden Gegenstände, Büsche und Steine durch die Kälte in spektakuläre Eiskunstwerke verwandelt. Obwohl die Temperaturen Ende des Monats deutlich unter dem Gefrierpunkt lagen, zeigt ein Vergleich mit den letzten massiven Kältewellen, dass im Februar noch deutlich tiefere Werte möglich wären.

Laut Meteoschweiz lag die Temperatur im Februar in Höhenlagen oberhalb von 1000 Metern im Durchschnitt bei -8,5 Grad und somit 3,3 Grad unter der Norm. Damit gehörte der diesjährige Februar in den Berglagen der Alpennordseite zu den kältesten der letzten 30 Jahre. Unterhalb von 1000 Metern lag der Monatsdurchschnitt von -1,2 Grad und somit rund 2 Grad unter dem langjährigen Mittel. Am Bodensee lag die durchschnittliche Februartemperatur -1,0 Grad und war damit 2,0 Grad zu kalt, verglichen mit der Norm von 1981 bis 2010.

Die Alpensüdseite erhielt verbreitet nur 20 bis 30 Prozent der üblichen Niederschlagsmengen. Im Wallis und in Graubünden waren es nördlich der Alpen meist 30 bis 60 Prozent der Norm. Und entlang des Alpennordhanges erreichten die Werte 40 bis 90 Prozent der Durchschnittswerte. Schnee fiel nur selten bis in tiefe Lagen. Am Bodensee betrug die Niederschlagsmenge 46 Liter pro Quadratmeter, was lediglich 89 Prozent des Durchschnitts entspricht. Von der Nordwestschweiz über den Jura zum zentralen und östlichen Mittelland gab es verbreitet 30 bis 40 Stunden Sonnenschein. Ein durchschnittlicher Februar bringt hier für gewöhnlich 70 bis 90 Sonnenstunden. Regional war es einer der trübsten Februarmonate der letzten 30 Jahre. Am Bodensee wurde eine Sonnenscheindauer von 58 Stunden registriert, was 72 Prozent des langjährigen Mittels entspricht.

Andreas Walker

redaktionot@tagblatt.ch

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