Wetter ist nebensächlich

GOSSAU. Mitglieder des TSV Fortitudo Gossau bereiten das Multfest vor. Auch gegen Regen sind sie gewappnet. Über 3000 Gäste werden an diesem Wochenende auf der Mult erwartet.

Angelina Donati
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Auch wenn es draussen stark regnet: Die Gäste schwingen am Multfest 2013 trotzdem das Tanzbein. (Bild: Benjamin Manser)

Auch wenn es draussen stark regnet: Die Gäste schwingen am Multfest 2013 trotzdem das Tanzbein. (Bild: Benjamin Manser)

Diesen Anlass lassen sich weder Gossauer noch Auswärtige entgehen. Ob Jung oder Alt, Turner und sogar Parlamentarier: Das Multfest, das alle zwei Jahre stattfindet, ist jeweils früh in den Agenden notiert. Entstanden aus einem spontanen Einfall bei einem Feierabenddrink, hat sich das Fest von der damaligen Turnvorführung am Sonntagnachmittag zum heutigen dreitägigen Volksfest entwickelt. Als Sommerfest wurde es aber bereits damals, vor 52 Jahren, bezeichnet.

Drei Räume, drei Musikstile

Wenn übermorgen Freitag die Tore auf der Mult wieder geöffnet werden, findet die 25. Auflage des Fests statt. Am Konzept, ein Volksfest für alle Altersgruppen, hält der Veranstalter, der TSV Fortitudo Gossau, bis heute fest. «Allen Altersgruppen wird etwas geboten», sagt Cyrill Schildknecht, der seit zwölf Jahren OK-Präsident ist. Am Freitag- und Samstagabend treten verschiedene Musiker auf. So etwa in der Kaffeestube, wo das Trio Ommehöckler Appenzeller Volksmusik spielt. Dieses Jahr werde aber die Kaffeestube nicht mehr in einem Zelt durchgeführt, sondern in etwas grösserem Rahmen in der Remise des Bauernhofs, sagt Schildknecht. Im grossen Festzelt treten als Hauptact die Matrix Band am Freitag und DJ Greg am Samstag auf. Und in der Scheune animieren die Pläuschler die Gäste zum Mitsingen und Tanzen. Auch für die Verpflegung ist gesorgt, wie die Veranstalter mitteilen.

Regen hält Besucher nicht ab

Trotz Überdachung der verschiedenen Lokalitäten nimmt bei solchen Anlässen die Wetterlage stets eine zentrale Rolle ein. Nicht aber beim Multfest. Wie der OK-Präsident erklärt, gab es auch 2013, als ein Unwetter die Region heimsuchte, nur einen leichten Besucherrückgang. Obwohl es während Tagen stark regnete und sich auf der Mult grosse Pfützen bildeten und die Gäste teils durch Schlamm gehen mussten, blieben grosse Verwüstungen aus. «Wir hatten Glück. Es gab nur leichte Schäden», sagt Cyrill Schildknecht.

Sollte es auch an diesem Wochenende wieder Regen geben, ist das OK gewappnet. Damit niemand zu frieren brauche, seien die Räume alle geheizt. Einzig das Parkieren gestalte sich bei Regen schwieriger, wie Schildknecht weiter erklärt. Im Normalfall sei es den Besuchern erlaubt, das Fahrzeug auf der Wiese abzustellen. Sonst aber müsse auf die Multstrasse ausgewichen werden, worauf ein etwas längerer Weg zu Fuss zurück gelegt werden müsse.

Neue Vereinsfahne weihen

Wiederum ist der Sonntag für das Forti-Familienprogramm reserviert. Ab 11 Uhr zeigen verschiedene Abteilungen im Festzelt ihr akrobatisches Können. Ob bei einem Auftritt oder bei der Organisation und Mithilfe – ein Grossteil der 800 Vereinsmitglieder engagiert sich am Fest, ganz nach dem Motto, «den Gossauern etwas zu bieten».

Ausserdem wird der Anlass für die Turner dieses Mal mit einem seltenen Ereignis gekrönt. Von 10 bis 11 Uhr wird am Sonntag die neue Fahne des Vereins geweiht. Ein besonderer Akt, blieb doch das letzte Einzelstück beinahe 20 Jahre erhalten. Abgeschlossen wird das Fest um 15.30 Uhr, mit der Ziehung des Tombola Hauptpreises.

Cyrill Schildknecht OK-Präsident Multfest Gossau (Bild: pd)

Cyrill Schildknecht OK-Präsident Multfest Gossau (Bild: pd)