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WETTBEWERB: Gwerbler suchen, Preis finden

Handwerker schmücken Schaufenster von Rorschacher Detaillisten. Wer die Dekos richtig zuordnet, kann attraktive Preise gewinnen. Der Wettbewerb des Gewerbevereins startet am 1. September.
Christina Vaccaro
Deborah Angehrn (links) und Erika Müller (rechts) vor einem der dekorierten Schaufenster der teilnehmenden Detaillisten. (Bild: Rudolf Hirtl)

Deborah Angehrn (links) und Erika Müller (rechts) vor einem der dekorierten Schaufenster der teilnehmenden Detaillisten. (Bild: Rudolf Hirtl)

Christina Vaccaro

christina.vaccaro

@tagblatt.ch

Die «Einkaufsstadt» soll belebt werden – nicht nur für Touristen, sondern auch für Rorschacher und umliegende Gemeinden. Dazu gab Ideengeberin Erika Müller, Geschäftsführerin und Inhaberin des Wollenstüblis am Marktplatz, Anstoss für einen Wettbewerb der besonderen Art: Einkäufer und Bummler sind eingeladen, die von Handwerkern geschmückten Schaufenster der Rorschacher Detaillisten dem richtigen Gewerbler zuzuordnen. Es gibt 26 Preise mit je mindestens 150 Franken, die auf ihren Gewinner warten. Die unter den Teilnehmern verlosten Preise werden von Detaillisten und Gewerblern zumeist in Form von Wert- oder Sachgutscheinen zur Verfügung gestellt. Auch Gutscheine für einen Restaurantbesuch oder einen Bürli-Backkurs sind dabei. Der Schaufenster-Wettbewerb «Such den Gwerbler» wird vom 1. bis 30. September offen sein. Karten zum Mitmachen gibt es in jedem der 13 Rorschacher Fachgeschäfte, die sich am Wettbewerb beteiligen.

«Unser Ziel ist es, den guten Geschäfts- und Gewerbemix, den wir in Rorschach haben, zu präsentieren», sagt Müller. Die Idee habe sie in Weinfelden aufgelesen, wo eine ähnliche Aktion bereits gute Resonanz erhielt.

Den Detailhandel wieder stärken

Rorschach habe viel mehr zu bieten als die meisten der Bevölkerung wüssten, so Debora Angehrn, seit März neue Obfrau Handel beim Gewerbeverein Rorschach und Geschäftsführerin von Monsieur A. «Die Grenznähe und der Onlinehandel sind natürlich ein Thema. Leider herrscht in den Köpfen der Leute noch immer das Denken, schnell nach Österreich und Deutschland zu fahren und billig einkaufen zu gehen. Doch gerade im Textilbereich gibt es keine oder nur geringe Preisunterschiede.»

Die Vielfalt des Rorschacher Handwerks und Detailhandels werde zu wenig wahrgenommen und konzentriere sich auch nicht nur auf den Markplatz, so die langjährige Detaillistin.

Am Wettbewerb nehmen 13 Läden entlang der Hauptstrasse und St. Gallerstrasse bis hinauf in die Löwenstrasse teil. «Es ist wichtig, dass die Leute wieder bewusst durch die Stadt gehen und das Angebot wahrnehmen», sagt Müller.

Kreativer Einsatz im Schaufenster

Der Wettbewerb hat nach Angaben der beiden Organisatorinnen schnell Anklang gefunden. «Ich bin erstaunt und natürlich erfreut darüber, wie gross der Einsatz der Gwerbler für den Wettbewerb zum Teil ist», sagt Angehrn dazu. «Manche hat richtig der Ehrgeiz gepackt.» Die Handwerker haben die Schaufenster der Detaillisten liebevoll dekoriert. Dazu Müller: «Man redet wieder miteinander.» Die alte Parkplatzdiskussion, die gerne als Grund für ein flaues Innenstadtleben von Rorschach angeführt wird, können die beiden nicht nachvollziehen. Rorschacher beklagten sich über zu wenig Parkplätze, Kunden aus St. Gallen freuten sich über viele, die sich bequem in Gehreichweite befänden.

Generell habe der Detail­handel in Rorschach eine gute Stammkundschaft. Das Produkt, die Beratung und der Service müssten stimmen, dann käme ein Kunde auch wieder, so Angehrn. Ein Problem sei die geringe Laufkundschaft, die nur unregelmässig in Geschäften einkaufen geht. Auch diese soll mit dem Schaufenster-Wettbewerb gezielt angesprochen werden.

Müller und Angehrn sind zuversichtlich, dass der Wettbewerb gute Wirkung zeigen wird. Für die Gewerbler sei so ein Schaufensterplatz für einen Monat eine gute und kostengünstige Werbemöglichkeit, für den einzelnen Gewinner 150 Franken ein durchaus attraktiver Preis.

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