Wettbewerb für Schulhaus Riethüsli läuft

Der Wettbewerb für den Neubau des Primarschulhauses Riethüsli ist mit der Ausschreibung im gestrigen Amtsblatt des Kantons St. Gallen lanciert worden. Bis zum 12. August können sich Architekturbüros für den Bezug der Unterlagen anmelden. Bis 27.

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Das jetzige Riethüsli-Schulhaus. (Bild: Hanspeter Schiess)

Das jetzige Riethüsli-Schulhaus. (Bild: Hanspeter Schiess)

Der Wettbewerb für den Neubau des Primarschulhauses Riethüsli ist mit der Ausschreibung im gestrigen Amtsblatt des Kantons St. Gallen lanciert worden. Bis zum 12. August können sich Architekturbüros für den Bezug der Unterlagen anmelden. Bis 27. Januar 2012 müssen die Projektbeiträge beim Hochbauamt der Stadt St. Gallen eingereicht sein. Es handelt sich um einen «Anonymen Projektwettbewerb im offenen Verfahren» gemäss WTO-Übereinkommen. Das heisst, die Kandidaten werden nicht eingeladen, sondern es können sich alle beteiligen, die dazu berechtigt sind. Der Stadtrat rechnet mit einer Beteiligung von rund 50 Büros.

Sanierung verworfen

Das Schulhaus Riethüsli an der Gerhardtstrasse 12 soll nach vierzig Jahren Betrieb durch einen Neubau ersetzt werden. Gemäss Projektbeschrieb wird die Anlage Platz für zwölf Primarklassen und einen Kindergarten bieten. Neben den Unterrichtsräumen sind eine Doppelturnhalle, ein Strassenwärter-Magazin und allenfalls eine Wohnung für die Hauswartsfamilie vorgesehen.

Damit kommt ein Vorhaben in die Gänge, das sich lange hingezogen hat. Vor vier Jahren war bereits einmal ein Siegerprojekt für eine Sanierung des Schulhauses ermittelt worden. Doch die geschätzten Kosten von 26 Millionen Franken übertrafen alle Erwartungen. Die Ausgaben für Hochbauten seien um 20 bis 25 Prozent gestiegen, zudem hätten die verschärften Sicherheitsanforderungen die Kosten erhöht, lautete die allgemeine Begründung.

Volk entscheidet

Man ging nochmals über die Bücher und entschloss sich, ein neues Schulhaus am alten Ort entstehen zu lassen, das bei ungefähr gleichen Kosten mehr Vorteile bringen würde als eine Sanierung. Hiefür bewilligte das Stadtparlament vor zwei Jahren einen Kredit von 470 000 Franken für einen weiteren Projektwettbewerb, der nun ausgeschrieben ist.

Die Evaluation ist für nächstes Jahr vorgesehen. Wie hoch auch die Kosten diesmal veranschlagt werden, die Vorlage kommt nach Auskunft von Bausekretär Alfred Kömme auf jeden Fall vor das Stimmvolk. Die Grenze hiefür liegt bei 15 Millionen Franken. Die Abstimmung könnte 2013 erfolgen, mit Baubeginn im Jahr 2014 bei günstigem Verlauf.

«Eine neue Chance bekommt somit auch die Hauswartwohnung», sagt Kömme. Sie hätte bei einer Sanierung keinen Platz mehr gehabt, was im Quartier Riethüsli einige Diskussionen ausgelöst hatte. Nun können die Wettbewerbsteilnehmer eine solche Möglichkeit in ihr Projekt wieder einbauen. (th)