Werkhof-Entscheid für Herbst geplant

Die Pläne für einen neuen, gemeinsamen Werkhof der Gemeinden Eggersriet und Grub AR werden konkreter. Das Modell des Siegerprojekts kann im Gemeindehaus besichtigt werden.

Johannes Wey
Drucken
An der Heidenerstrasse soll ein neuer Werkhof gebaut werden. (Bild: Johannes Wey)

An der Heidenerstrasse soll ein neuer Werkhof gebaut werden. (Bild: Johannes Wey)

EGGERSRIET. Drei über die Gemeinde verteilte Standorte, wenig Raum und Temperaturen um die vier Grad in der Werkstatt – dass ein neuer Werkhof notwendig ist, stellte der Gemeinderat Eggersriet schon im Jahr 2009 fest. Für einen Ersatz wurde die Ausserrhoder Nachbargemeinde Grub mit einbezogen, wo das Bauamt von ähnlichen Problemen geplagt wird.

Werkhof gemeinsam nutzen

Eine betriebliche Zusammenlegung der Bauämter wurde aber verworfen. «Die Funktionen, welche die beiden Bauämter erfüllen, sind einfach zu unterschiedlich», erklärt der Eggersrieter Gemeindepräsident Markus Peter. So ist das Bauamt der Gemeinde Grub AR etwa auch für die Strom- und Wasserversorgung zuständig, während beispielsweise der Winterdienst von einem privaten Anbieter besorgt wird. Doch vom gemeinsamen Bau eines neuen Werkhofs versprechen sich beide Seiten bessere Arbeitsbedingungen für die Angestellten, bessere Abläufe und Synergien bei der Nutzung.

Im Februar hat die Jury, die von den beiden Gemeinderäten eingesetzt worden war, über die fünf Beiträge zu einem Studienwettbewerb entschieden. Sieger ist das Büro Frei & Gmünder Architekten aus St. Gallen. Damit hat die Firma den Zuschlag für die weitere Planung erhalten, vorausgesetzt die Bürger stimmen dem Projekt zu. Erika Streuli, Gemeindepräsidentin von Grub AR, sagt, die Abstimmungen sollen «möglichst gleichzeitig» stattfinden. Die Schwierigkeit liegt dabei darin, das Grub AR brieflich und Eggersriet bei einer ausserordentlichen Bürgerversammlung abstimmen wird. Peter spricht von einem Termin im Herbst.

Standort in Eggersriet

Nach aktuellem Stand betragen die Baukosten für das neue Werkhofgebäude rund zwei Millionen Franken. Das Siegerprojekt wird noch überarbeitet und auf Einsparungsmöglichkeiten überprüft. Als Standort ist eine Parzelle der Gemeinde Eggersriet, an der Heidenerstrasse bei der Brülisauer AG, vorgesehen. Das Land für den Werkhof soll im Baurecht abgegeben werden. Eggersriet würde entsprechend der Einwohnerzahl für zwei, Grub AR für einen Drittel der Kosten aufkommen.

Trennung überzeugte Jury

Den Ausschlag für das Projekt von Frei & Gmünder Architekten habe vor allem die Funktionalität und die Ästhetik des Gebäudes gegeben. Markus Peter habe vor allem überzeugt, dass «die lärmsensiblen Elemente», die Garagen sowie die Werkstatt des Werkhofs und die Entsorgungsstelle beide talseitig geplant und trotzdem räumlich getrennt seien. Dadurch könnten Lärmemissionen für die Anwohner auf der gegenüberliegenden Strassenseite vermieden werden. Ausserdem würden sich Werk- und Kundenverkehr nicht gegenseitig behindern, wie Markus Peter erklärt.

Die Modelle der fünf Wettbewerbsteilnehmer sind noch bis am kommenden Montag im Gemeindehaus Eggersriet zu sehen.