Wer soll das bezahlen…

…wer hat so viel Geld? Die Antwort auf die Frage im bekannten Volkslied ist eindeutig – wir, die jetzigen Gossauer, sollen bezahlen, was wir in den letzten Abstimmungen klar bewilligt haben: Die Sanierungen der Buechenwaldsporthalle (8 Mio.) und des Haldenbüelschulhauses (10 Mio.).

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…wer hat so viel Geld? Die Antwort auf die Frage im bekannten Volkslied ist eindeutig – wir, die jetzigen Gossauer, sollen bezahlen, was wir in den letzten Abstimmungen klar bewilligt haben: Die Sanierungen der Buechenwaldsporthalle (8 Mio.) und des Haldenbüelschulhauses (10 Mio.). Und weitere Grossprojekte folgen: Das Oberstufenzentrum Rosenau braucht eine dringende Sanierung – die Kosten dürften bei rund 7 Millionen liegen. Das Notkerschulhaus muss renoviert werden – diese Kosten dürften auch in dieser Grössenordnung sein. Das «Wohnen im Alter» verlangt weitere 10 Millionen. Die Sanierung der Sportanlagen verschlingt sicher 20 Millionen, selbst wenn nur wenige Empfehlungen aus dem Gesak umgesetzt werden. Alle diese Investitionen können wir nur dann selbst bezahlen, wenn die Einnahmen der laufenden Rechnung grösser sind als die Ausgaben. Eine weitere Verschuldung dürfen wir nicht zulassen, schon heute bezahlt die Stadt bei historisch tiefem Zinsfuss für ihre Schulden jährlich Zinsen in der Höhe von 1,5 Millionen Franken.

Wer verantwortungsvoll handelt, überlässt die Schulden nicht der nachfolgenden Generation und stimmt am 3. März Nein. Damit wird der Steuerfuss um moderate fünf Prozent erhöht. Rund 60 Prozent der Gossauer Bevölkerung erhalten damit eine Steuerrechnung, welche bei Verheirateten maximal 76 Franken im Jahr höher ausfällt. Das ist verkraftbar. Das sind wir der jungen Generation schuldig.

Alfred Zahner

Stadtparlamentarier Flig

Tulpenstrasse 10, 9200 Gossau