Wer bremst, verliert

Der grosse Erweiterungsbau in der Bäderwelt des Säntisparks ist bald vollzogen. Zwar sind die neuen Rutschbahnen fertig erstellt, nun aber folgen der Endschliff und Sicherheitschecks. Eröffnung ist am 13. November.

Angelina Donati
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Mit Lichteffekten werden die Bahnen wie auch der Rutschenturm in Szene gesetzt. (Bilder: Ralph Ribi)

Mit Lichteffekten werden die Bahnen wie auch der Rutschenturm in Szene gesetzt. (Bilder: Ralph Ribi)

Täglich erkundigen sich beim Säntispark bis zu 20 Leute, wie es um die neuen Rutschbahnen steht. «Das Interesse ist riesig», freut sich Catherine Zimpfer, Leiterin Freizeit Säntispark. Nach knapp dreijähriger Planungs- und Bauphase hat das Warten denn auch bald ein Ende.

Bei einem Rundgang durch den Röhren-Wald zeigt sich, dass die Rutschen bereits fertig erstellt sind. «Zurzeit sind wir an den letzten Arbeiten im Innenausbau und im Bereich Technik», sagt Ralf Balgar, Projektleiter Baumanagement der Migros Ostschweiz. Auch werden Funktions- und Sicherheitschecks durchgeführt und vom TÜV abgenommen. Um sich für einen Besucheransturm zu wappnen, wurden die Garderoben aufgestockt und die Kassen auf fünf erweitert. Heute können bis zu 1600 Besucher in der Bäderwelt verweilen, danach 2000.

Von Familien-Erlebnis bis zum Adrenalin-Kick

Als eine eigene Attraktion wird der grosse Rutschenturm, «Der Berg», beschrieben. Auffällig sei dabei die aufwendige Inszenierung mit Licht und Musik. Dieser Turm ist laut Zimpfer in der Schweiz und im nahen Europa einzigartig, wie auch ein paar der Bahnen. Offizielle Eröffnung ist am Sonntag, 13. November, ab 8 Uhr. Zur Rutschenwelt gehören folgende Bahnen:

Der Eiskanal, der mit seinen 180 Metern die längste Rutsche im Säntispark sein wird. Befahrbar ist er mit 3er-, 2er- und 1er-Reifen. Er wird als Rutscherlebnis für Familien angepriesen.

Ein Highlight sei die Säntis-pipe, die ebenfalls ausschliesslich mit Reifen befahrbar ist. Das Besondere daran ist, dass man zuerst in eine sechs Meter hohe Steilwand hineinrutscht, ehe es kopfvoran wieder rückwärts herunter geht. Um den Wettkampfgeist zu fördern, wird die erreichte Höhe auf der Pipe mit einer Markierung gekennzeichnet.

Ab durch eine Röhre geht es beim Sternenrausch. Eine Körperrutsche, bei der man, begleitet von vielen Effekten, durch dunkle Abschnitte gleitet. Der Besucher soll das Gefühl erhalten, als würde er durch den Sternenhimmel düsen.

Wie der Sturzflug bereits erahnen lässt, wird hier Adrenalin ausgeschüttet. Per Knopfdruck öffnet sich die Startklappe und die Wasserratte fliegt im freien Fall nach unten. Kurz darauf folgt ein «liegender Looping», wo man Fliehkräfte spürt.

Der Super-G besteht aus zwei parallelen Rutschbahnen, die sowohl mit als auch ohne Reifen benutzt werden können. Bei dieser Bahn starten immer zwei Personen gleichzeitig. Dabei geht es darum, wer schneller hinunter flitzt. In der Mitte begegnen sich die Rivalen kurz, um noch einen Endspurt hinzulegen.

Deutlich mehr Wasser als bei anderen Bahnen fliesst den Wildbach hinunter. Zugänglich ist diese 155 Meter lange Rutsche nur mit einem Reifen. Das Erlebnis sei ein wilder Ritt, bei dem die Besucher die «unbändige Kraft» des Wassers spüren.

Externe Kräfte sind auch auf der Körperrutsche namens Wirbelwind zu spüren. In einem kegelförmigen Kessel wird man automatisch gedreht und nimmt so Zentrifugalkräfte wahr.

Nebst den neuen Bahnen bleibt auch der Wildwassercanyon bestehen. Noch immer sei er der längste Wildwassercanyon der Schweiz.

Weitere Bilder: www.tagblatt.ch

Ralf Balgar, Projektleiter Baumanagement der Migros Ostschweiz, erklärt, dass man beim «Sturzflug» im freien Fall nach unten fliegt. (Bild: (Ralph Ribi))

Ralf Balgar, Projektleiter Baumanagement der Migros Ostschweiz, erklärt, dass man beim «Sturzflug» im freien Fall nach unten fliegt. (Bild: (Ralph Ribi))