Wer bezahlt das eigentlich?

Der Rechtsstreit um das Baumhaus auf dem Rosenberg dürfte sich hinziehen. Den gestern publizierten Entscheid des Kantons kann die Bauherrschaft beim Verwaltungsgericht anfechten, letzte Instanz ist wieder das Bundesgericht.

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Der Rechtsstreit um das Baumhaus auf dem Rosenberg dürfte sich hinziehen. Den gestern publizierten Entscheid des Kantons kann die Bauherrschaft beim Verwaltungsgericht anfechten, letzte Instanz ist wieder das Bundesgericht. Auch die andere noch laufende Rechts-Schiene, der Antrag auf Aufhebung des Überbauungsplans, kann bis Bundesgericht gezogen werden. Beide Rechtsverfahren können damit bis zu zwei Jahre dauern.

Nimmt man an, dass danach das Baumhaus doch gestutzt werden muss, dürfte ein neues Verfahren auf der zivilrechtlichen Ebene anlaufen. Dann geht es um die Frage der Haftung: Wer bezahlt den Teilabbruch und die aufgelaufenen Kosten für die Rechtsverfahren? Architekt oder Bauherr?

Zum harten Urteil, dass das Baumhaus gestutzt werden muss, kam das Bundesgericht vor allem, weil in der Bauphase ein Baustop der Stadt missachtet worden war. Entscheidend für die Haftungsfrage könnte gemäss Baujuristen werden, wer die Verantwortung dafür trägt. Ist dies der Architekt, werde er zur Kasse gebeten, weil er den Bauherren eine Baute geliefert habe, die nicht geltendem Recht entspreche. Könne der Architekt anderseits beweisen, dass die Verantwortung für das Ignorieren des Baustops beim Bauherren liege, sei er nicht haftbar. Möglich sei im Verfahren dann aber auch eine Aufteilung der Verantwortung und der Kosten. (kl)

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