Wenn Sterne Pause machen

Spätestens jetzt, wo der Dreikönigstag vorüber ist, endet die Zeit von leuchtenden Sternen und Christbäumen. Die Tanne auf dem Klosterplatz sowie «Allerstern» werden heute abgebaut.

Anina Rütsche
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Lichter und Schmuck sind weg – heute wird die Tanne zersägt. (Bild: Anina Rütsche)

Lichter und Schmuck sind weg – heute wird die Tanne zersägt. (Bild: Anina Rütsche)

Während rund sechs Wochen hat die Beleuchtung «Allerstern» Weihnachtsstimmung in der Altstadt verbreitet. Die knapp 700 Sterne kamen zum drittenmal in Folge zum Einsatz. Heute beginnt ihre Demontage, wie Urs Weishaupt, Mediensprecher der Stadt St. Gallen, sagt. Die Arbeiten dauern bis Donnerstag. Laut Weishaupt sind Mitarbeitende der St. Galler Stadtwerke sowie externe Firmen daran beteiligt.

In Einzelteile zerlegt

Während die Beleuchtung zur Behebung von allfälligen Mängeln noch ein letztes Mal getestet wurde, standen gestern in den Gassen bereits die Holzkisten für den Abtransport bereit. Damit die Sterne stosssicher verpackt werden können, sind die Kisten im Innern mit verschiedenen Fächern ausgestattet. Jeder Stern lässt sich in Einzelteile auseinandernehmen, um Platz bei der Lagerung zu sparen und die Reinigung zu vereinfachen. Die je vierzehn Sternstrahlen mit integrierten LED-Lampen, die symbolisch für die St. Galler Quartiere stehen, verbringen die Zeit bis zum nächsten Winter also getrennt voneinander in einzelnen Fächern, ähnlich einem Setzkasten. Wie Urs Weishaupt sagt, werden die Bestandteile von «Allerstern» in einer Halle im Westen der Stadt eingelagert. Der nächste Auftritt der Sterne wird Ende November 2013 mit der zur Tradition gewordenen Vernissage beim Vadian-Denkmal gefeiert.

Lichtspiele zum Ziel gesetzt

Gemäss Urs Weishaupt erfolgt die Steuerung der St. Galler Weihnachtsbeleuchtung jeweils in einem Büro des Tiefbauamtes. Dank eines Computerprogramms können die Lampen in kleinen Gruppen angewählt und koordiniert werden. «Es wäre daher möglich, für <Allerstern» ein Lichtspiel zu komponieren», verrät der Mediensprecher. So soll beispielsweise die Marktgasse in einigen Jahren in eine «dynamische Lichtstrasse aus Sternen» verwandelt werden, bei der Hell und Dunkel fliessend abwechseln.

Viele positive Rückmeldungen

Mit vielen Lichtern geschmückt war in den vergangenen Wochen auch die knapp 18 Meter hohe Tanne auf dem Klosterplatz. Etwa 18 000 Lämpchen brannten an insgesamt sieben Kilometern verlegten Lichterketten. «Es handelt sich dabei um stromsparende LED-Ketten, die im nächsten Advent erneut aufgehängt werden», erklärt Hildegard Jutz, Präsidentin des Vereins «Weihnachten in St. Gallen». Seit 1998 organisiert der Verein jeweils einen riesigen Christbaum für den Klosterplatz, inklusive Dekoration. «Dieses Mal haben wir besonders viele Komplimente für den Engel-Schmuck erhalten», freut sich die Präsidentin.

Tanne wird verarbeitet

Dem Schmuck ist andernorts eine weitere Weihnachtssaison vergönnt, doch die Tanne bekommt heute Besuch von der Säge. Die Feuerwehr sowie Mitarbeitende des Strasseninspektorats zerlegen sie von oben nach unten. «Die Geschichte des St. Galler Weihnachtsbaums ist damit aber nicht zu Ende», sagt Hildegard Jutz. «Das Strasseninspektorat wird das zerkleinerte Holz nämlich weiterverwerten.»

In diesen Kisten wird die Weihnachtsbeleuchtung eingelagert. (Bild: Anina Rütsche)

In diesen Kisten wird die Weihnachtsbeleuchtung eingelagert. (Bild: Anina Rütsche)