Wenn die Stadt erwacht

Musik, Tanz und Stände mit Speisen aus aller Welt: Die St. Galler Altstadt wird am Wochenende zum Festplatz. Die Stadt bezahlt wie im vergangenen Jahr 50 000 Franken ans St. Galler Fest.

Malolo Kessler
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Zwei Nächte Rambazamba: Dieses Wochenende steigt in den Gassen der Altstadt die grösste Party in St. Gallen. (Archivbild: Meinrad Schade)

Zwei Nächte Rambazamba: Dieses Wochenende steigt in den Gassen der Altstadt die grösste Party in St. Gallen. (Archivbild: Meinrad Schade)

Flanieren, feiern, flirten: Dieses Wochenende ist es wieder so weit. Die Stadt erwacht – und das Stadtfest lockt Tausende aus der ganzen Ostschweiz nach St. Gallen. Die Altstadt wird von St. Mangen über den Bohl bis zum Gallusplatz zur Festmeile. Los geht's morgen abend um 19.15 Uhr, wenn Stadtpräsident Thomas Scheitlin vor dem Waaghaus das erste Bierfass ansticht.

Von Folklore bis Funk

Das St. Galler Fest soll für jeden etwas bieten, ob Alt oder Jung, Städter oder Landei. «Wir wollen möglichst jeden Geschmack treffen», sagt OK-Präsident Bruno Bischof. So gibt es von Folklore bis Funk, von Hip-Hop bis House auf den St. Galler Gassen alles zu hören. Das Organisationskomitee setzt bewusst keinen Höhepunkt: «Wir wollen die Leute einfach flanieren lassen.»

Mehr Livebands

Viel Neues gibt es an der diesjährigen Auflage des Stadtfests nicht. Die Stadt unterstützt das zweitägige Rambazamba wie im vergangenen Jahr mit 50 000 Franken. Das Geld wurde unter anderem in zusätzliche Livebands investiert. Insgesamt werden dieses Jahr laut Bischof rund 80 000 Franken für Künstlergagen aufgewendet, etwa 50 000 Franken mehr als noch im letzten Jahr.

An zwischen 170 und 180 Ständen werden unter anderem Speisen aus aller Welt angeboten: von Bratwürsten über Döner bis hin zu Chinesischem. Ein Teil des Geldes der Stadt wird auch dieses Jahr dafür gebraucht, die Verbilligung der Standmieten aufzufangen. Denn vor dem letzten Stadtfest beschloss das OK, die Standmieten überall ausser in der Marktgasse und am Marktplatz zu reduzieren. Die Betreiber hatten Angst vor Einbussen, weil der Festbetrieb erstmals eine Stunde früher endete. Auch dieses Jahr ist in der Freitagnacht um 0.

30 Uhr Schluss mit Musik, am Samstag um 1.30 Uhr. Ausgeschenkt werden darf am Freitag bis 1 Uhr, am Samstag bis 2 Uhr. In den Beizen ist Freinacht.

Kamelreiten für Kinder

Um den Samstagnachmittag auch für Kinder attraktiver zu machen, wird dieses Jahr zum ersten Mal von 13 bis 17 Uhr Kamelreiten auf der Gallusstrasse angeboten. Zudem wurde auch die Sommerbühne beim Brunnen in der Marktgasse, ein Projekt von Pro Stadt, ins Programm aufgenommen. Sie bietet eine Plattform für junge Künstler aller Art.

Oasen im Trubel

Neben dem ganzen Trubel gibt es auch einen Ort der Stille. In der Schutzengelkapelle gibt es die Möglichkeit, sich zurückzuziehen. Besinnlich wird es auch am Samstag, 17.30 Uhr, vor dem Waaghaus. Pfarrer Hansruedi Felix und Christian Leutenegger gestalten auf der dortigen Bühne einen gemeinsamen Gottesdienst.

Die Organisatoren erwarten laut Bischof an der diesjährigen Auflage des St. Galler Fests zwischen 70 000 und 80 000 Besucherinnen und Besucher. Auch wenn das Wetter nicht wie gewünscht mitspielt.

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