Weniger neue als aufgehobene Parkplätze

Werden die Parkgarage UG25 und die Parkgarage Schibenertor gebaut, verschwinden in der Altstadt und in der westlichen Innenstadt oberirdisch insgesamt 246 Parkplätze. Das antwortet der Stadtrat auf eine Einfache Anfrage von Ivanka Zuberbühler (BDP).

Daniel Wirth
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Im UG25 am Unteren Graben sollen dereinst 733 Autos abgestellt werden können; geplant sind 192 öffentliche und 541 private Parkplätze. In der Parkgarage Schibenertor am Oberen Graben sollen 210 Autos parkiert werden können; vorgesehen sind 128 öffentliche und 82 private Abstellplätze. Gegen beide Projekte sind im Baubewilligungsverfahren Einsprachen eingegangen. Stadtparlamentarierin Ivanka Zuberbühler reichte dem Stadtrat am 9. Mai in diesem Zusammenhang eine Einfache Anfrage ein mit dem Titel «Parkplätze – das ewige Thema in St. Gallen». Wegen verwirrlichen Informationen, «je nach dem aus welcher Quelle sie stammen», wollte die BDP-Frau vom Stadtrat Aufschluss darüber, wie viele Parkplätze aufgehoben werden, falls die Parkgaragen UG25 und Schibenertor realisiert werden, nur eine oder gar keine gebaut wird.

Marktplatz wird autofrei

In seiner Antwort schreibt der Stadtrat nun, falls beide Projekte realisiert würden, verschwänden in der Altstadt und in der westlichen Innenstadt insgesamt 246 oberirdische Parkplätze; in dieser Zahl eingeschlossen sind gemäss Stadtrat bereits 13 aufgehobene Abstellplätze und die schon verfügte Aufhebung von 51 Parkplätzen. Sollte keines der Projekte realisiert werden, hält der Stadtrat an der Verfügung zur Aufhebung dieser 51 Parkplätze auf dem Marktplatz, dem Blumenmarkt und den anschliessenden Gassen in der nördlichen Altstadt fest, wie es in der Antwort auf die Einfache Anfrage Zuberbühlers heisst. Würde ausschliesslich das UG25 gebaut, verschwänden 118 oberirdische Parkplätze, würde einzig die Parkgarage Schibenertor realisiert, löste das die Aufhebung von 166 Autoabstellplätzen aus.

Gut für die Luft

Während allein bei der Parkgarage Schibenertor eine Minusdifferenz von 25 öffentlichen Parkplätzen vorgesehen sei, würden beim Projekt UG25 sieben Parkplätze weniger aufgehoben als neu geschaffen. Das sei aufgrund des Massnahmenplans zur Luftreinhalteverordnung sachgerecht, argumentiert der Stadtrat. Er will mit seiner Strategie die seit vier Jahrzehnten diskutierten verkehrlichen Weichenstellungen vornehmen, dabei aber den Interessen des innerstädtischen Gewerbes Rechnung tragen, wie er schreibt. Die Realisierung der beiden Parkgaragen-Projekte eröffneten in Bezug auf die öffentlichen Parkplätze die Möglichkeit, eine gewerbefreundliche Lösung zu realisieren, aber auch eine bessere Situation für den öffentlichen und den Langsamverkehr.