Weniger Arbeitslose in St.Gallen

ST.GALLEN. Im Mai 2010 haben die Stellensuchenden- und die Arbeitslosenzahlen im Kanton stark abgenommen – und zwar in allen Altersgruppen, bei Männern und Frauen, Schweizern, Ausländern und in allen Regionen.

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Die Zahl der Arbeitslosen im Kanton St.Gallen ging zurück. (Symbolbild: Hanspeter Schiess)

Die Zahl der Arbeitslosen im Kanton St.Gallen ging zurück. (Symbolbild: Hanspeter Schiess)

Ende Mai 2010 waren im Kanton St.Gallen 12'557 Personen als stellensuchend gemeldet (-504), davon 8'259 (-499) als arbeitslos, wie die Staatskanzlei mitteilt. Das ergibt eine Stellensuchendenquote von 5,2 Prozent (-0,2%) und eine Arbeitslosenquote von 3,4 Prozent (-0,2%). Die Stellensuchendenzahlen haben um 3,9 Prozent, die Arbeitslosenzahlen um 5,7 Prozent abgenommen. «Das Trend-Barometer der Fachstelle für Statistik zeigt weiterhin eine sinkende Tendenz an», schreibt die Staatskanzlei weiter.

Von der Erholung hat erneut die Industrie am stärksten (-5,9% auf 3'871 Stellensuchende) profitiert. Besonders begünstigt habe die Entwicklung die Bereiche Metall, Elektrotechnik und Maschinenbau, ist zu lesen. Im Baugewerbe beträgt der Rückgang 77 Personen oder 10,5 Prozent. Die Erholung zeigt sich auch in einer überproportionalen Abnahme bei Kadern (-5,3% auf 451) und Fachkräften (-4,4% auf 7'349).

«Recht homogen ist die Abnahme der Stellensuchendenzahlen nach Regionen», steht im Communiqué geschrieben. Am stärksten profitiert hat erneut die RAV-Region Wattwil (-6,0% auf 755), gefolgt von Rapperswil-Jona (-4,9% auf 1'263), Sargans (-4,1% auf 1'464), Heerbrugg (-3,8% auf 2'892), St.Gallen (-3,6% auf 4'255) und Oberuzwil (-2,7% auf 1'928).

Der Rückgang ist bei den jüngeren Stellensuchenden (15 bis 24 Jahre) mit 7,8 Prozent (auf 2'144) besonders ausgeprägt, während er bei den 25- bis 49-Jährigen 3,8 Prozent (auf 7'281) und bei den Älteren 1,2 Prozent beträgt (auf 3'132). Die Stellensuchendenquoten der drei Altersgruppen sind gemäss Staatskanzlei fast gleich: 5,2 Prozent (15 bis 24 Jahre), 5,1 Prozent (25 bis 49 Jahre) und 5,4 Prozent (50 Jahre und älter). Allerdings liegt der Wert bei den 20- bis 24-jährigen mit 7,4 Prozent immer noch hoch. «Als Wermutstropfen erweist sich der steigende Anteil der Langzeitarbeitslosen», teilt der Kanton mit. Dieser betrage 14,8 Prozent (1'862). Vom Rückgang würden folglich überproportional Personen profitieren, die noch kein Jahr auf dem RAV angemeldet sind.

Ende Monat befanden sich 1'650 (13,1%) Stellensuchende in einem Kurs oder einem Einsatzprogramm, 1'964 Personen (15,6%) gingen einem Zwischenverdienst nach. Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen beträgt 1'155. Das sind gemäss der Staatskanzlei fünf mehr als im Vormonat. Über 40 Prozent der Stellen stammen aus dem Bau- oder dem Gastgewerbe, eine beträchtliche Zahl aber auch aus dem Bereich Metall und Maschinenbau. Kurzarbeit angemeldet haben 256 Betriebe für rund 6'400 Mitarbeitende, womit sich die Voranmeldungen seit Jahresbeginn fast halbiert haben. (sk/red.)