Weniger Anmeldungen denn je

Das diesjährige Kinderprogramm «Sommerplausch» des Jugendsekretariats St. Gallen ist Geschichte. 50 Kinder weniger als letztes Jahr haben daran teilgenommen.

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Der Sommer neigt sich langsam dem Ende zu. Mit ihm endet auch das vom Jugendsekretariat organisierte Ferienprogramm «Sommerplausch», das sich an St. Galler Kinder richtet. Daniela Spörri zieht eine erste Bilanz. «Es gab weniger Anmeldungen als je zuvor», erklärt sie. Insgesamt seien dieses Jahr etwa 1200 Kursplätze belegt worden, im letzten Jahr hingegen 1700. 97 Kurse wurden durchgeführt. Den Rückgang könne sie sich nicht komplett erklären. «Der letzte Sommer war sehr verregnet. Viele Familien sind daher dieses Jahr verreist», sagt sie. Das habe sicher eine Rolle gespielt. Ausserdem werde das Sommerangebot für Kinder immer grösser. «Wir haben viel mehr Konkurrenz als früher», sagt Daniela Spörri.

Kreative Kurse ohne Erfolg

Laut Daniela Spörri habe es keine Organisationsprobleme gegeben. Die neu eingeführten Kurse seien sehr gut angekommen. Die Besichtigung der Appenzeller Bahnen und der Igelstation hätten viele Kinder angezogen und begeistert. Dieser Erfolg freue sie sehr. Erfolgreich waren ausserdem die «üblichen Verdächtigen». Die Veranstaltung im Cinedome und das Schokolade-Giessen seien sehr beliebt. «Bei diesen Kursen greifen wir zur Auswahl der Kinder auf einen Zufallsgenerator zurück. Es melden sich nämlich jeweils viel zu viele für diese Kurse an», sagt Daniela Spörri. Nicht so gut besucht seien hingegen die kreativen Kursangebote wie Malen oder Basteln. «Leider geht es oft in unserer Gesellschaft ums Konsumieren. Das finde ich schade», sagt sie.

Kinder glücklich machen

Der diesjährige «Sommerplausch» werde nun intensiv analysiert. Im nächsten Jahr werde man vermehrt auf die Online-Anmeldung setzen. Mehr Werbung sei auch geplant. Im Grunde genommen sei sie aber mit dem Ferienprogramm zufrieden, erklärt Daniela Spörri. Es sei immer schön, wenn neue Angebote erfolgreich sind. Das Wetter habe dieses Jahr auch mitgespielt. «Am schönsten aber ist es zu sehen, wie sich die Kinder freuen und untereinander Freundschaften schliessen», sagt sie. (jyp)

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