Wenige Bussen und Anzeigen gegen EM-Fans

Am Montag fand das letzte Spiel der Achtelfinals statt und ab morgen geht es mit den Viertelfinals weiter. Die Fans haben bis jetzt schon ordentlich für ihr Team gefeiert. Vor allem auch in der Stadt und mit Hupkonzerten.

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Roman Kohler Sprecher Stadtpolizei St. Gallen (Bild: pd)

Roman Kohler Sprecher Stadtpolizei St. Gallen (Bild: pd)

Am Montag fand das letzte Spiel der Achtelfinals statt und ab morgen geht es mit den Viertelfinals weiter. Die Fans haben bis jetzt schon ordentlich für ihr Team gefeiert. Vor allem auch in der Stadt und mit Hupkonzerten. Roman Kohler von der Stadtpolizei gibt eine Zwischenbilanz über die Feierlichkeiten und Vergehen an der diesjährigen Europameisterschaft.

Herr Kohler, welche Bilanz zieht die Stadtpolizei über die feiernden Fans bis jetzt?

Die diesjährige EM ist bislang sehr friedlich verlaufen. Die Public Viewings in der Stadt waren gut besucht, aber stellten keine Gefahren dar. Natürlich gab es auch grosses Verkehrsaufkommen nach einigen Siegen.

Bei welchen Verfehlungen musste die Stadtpolizei eingreifen?

Was den Lärm angeht, da waren wir tolerant. Das Hupen lässt man durchgehen. Zumindest bis maximal zwei Stunden nach Spielende. Damit auch die Leute in Ruhe schlafen können, die sich nicht so sehr für Fussball interessieren. Bei der Verkehrssicherheit sind wir jedoch konsequent, und da musste am meisten eingegriffen werden.

Gab es Bussen?

Ja, vor allem bei Verkehrsdelikten oder wenn nach Mitternacht noch gehupt wurde.

Wie viele?

Die Zahl der Bussen ist nicht gross. Schätzungsweise ein Dutzend.

Und was ist mit Anzeigen?

Anzeigen kamen zustande, wenn beispielsweise Fans sich im fahrenden Auto aus dem Fenster lehnten oder ähnliches. Die Zahl der Anzeigen ist aber bescheiden.

Man hatte den Eindruck, dass die Polizei sehr tolerant war. Steht da eine Strategie dahinter?

Wie gesagt, wir lassen das Feiern in einem angemessenen Rahmen zu und greifen ein, sobald Regeln missachtet werden. Wir werden dies auch in

Zukunft so handhaben, wie auch die gesamte Ostschweizer Polizei.

Wer waren Ihrer Meinung nach die lautesten Fans?

Das hängt immer davon ab, wie viele Menschen von dieser Nation in der Stadt leben. Albaner und Italiener sind da schon lauter als beispielsweise Isländer. Da leben ja kaum welche in St. Gallen. (mik)