Wenig Durchblick beim Arboner Gastro-Konzept

ARBON. Die von der Stadt Arbon verpachteten Gastrobetriebe rentieren zu wenig. Daher sucht der Stadtrat investitionsbereite Unternehmer. Ende 2015 laufen die Verträge mit den Pächtern der sechs städtischen Gastronomiebetriebe aus. Der Stadtrat liess im Herbst sämtliche Pachten neu ausschreiben.

Max Eichenberger
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ARBON. Die von der Stadt Arbon verpachteten Gastrobetriebe rentieren zu wenig. Daher sucht der Stadtrat investitionsbereite Unternehmer. Ende 2015 laufen die Verträge mit den Pächtern der sechs städtischen Gastronomiebetriebe aus. Der Stadtrat liess im Herbst sämtliche Pachten neu ausschreiben. Damit beauftragt hat er eine externe Firma, die Arboner Awit.

Zu wenig wirtschaftlich

Dieses Vorgehen hat vor allem auch mit betriebswirtschaftlichen Erwartungen zu tun – und zielt auf eine konzeptionelle Neuausrichtung hin: Aus Sicht des Stadtrates ist die Rendite «eindeutig zu niedrig». Beim Panorama-Restaurant Seeparksaal als Beispiel liege sie bei drei Prozent. Am höchsten dürfte sie beim Strandbadrestaurant sein. Nicht zuletzt wegen der düsteren Finanzlage will der Stadtrat die Wirtschaftlichkeit der Betriebe verbessern. Dies als eine der als umsetzbar beurteilten Massnahmen, die aus der Leistungsüberprüfung resultierten. Herbeiführen sollen es investitionswillige Gastrounternehmer. Das stadträtliche Konzept und die unglückliche Kommunikation hatten bei den Pächtern Unbehagen ausgelöst. Dieses habe wohl mit der «gestiegenen Erwartungshaltung der Stadt» zu tun, hält der Stadtrat fest. Ansonsten verteidigt er den eingeschlagenen Weg, die Betriebe unternehmerisch auf Vordermann bringen zu wollen. Wer welche Investitionen tätigen soll, Stadt oder Pächter, darüber schweigt er sich aus.

Beträchtliche Investitionen

Beim Panorama-Restaurant Seepark hatte die Stadt eine vor Jahren versprochene Erneuerung immer wieder auf die lange Bank geschoben. Hier geht es bei den Ausbauten, je nach Variante, um Investitionen von 1,5 bis 3 Millionen Franken. Zwischen «erforderlich» und «optional» bewegt sich die Investitionsbandbreite beim Hafenkiosk von 10 000 bis 260 000 Franken. In der Wirtschaft zum Schloss müssten 25 000 Franken investiert werden. Das Ausschreibungsverfahren soll Ende März in eine entscheidende Phase kommen. Kontakte mit gegen 50 Interessenten bestünden.