Weiterhin: Umsteigen bitte

Zu früh gefreut: Die halbstündliche Bahnverbindung zwischen Arnegg und St. Gallen kommt nicht wie von der Stadt Gossau angekündigt Ende 2013, sondern erst fünf Jahre später.

Marion Loher
Merken
Drucken
Teilen
Vom Bus auf die Bahn: Ab Ende 2013 wird sich die Reisezeit von Arnegg über Gossau nach St. Gallen um rund zehn Minuten verkürzen. (Archivbild: Benjamin Manser)

Vom Bus auf die Bahn: Ab Ende 2013 wird sich die Reisezeit von Arnegg über Gossau nach St. Gallen um rund zehn Minuten verkürzen. (Archivbild: Benjamin Manser)

ARNEGG. Die Arnegger dürften sich gefreut haben, als die Stadt Gossau in diesem Sommer mitgeteilt hat, dass ab Dezember 2013 halbstündliche Bahnverbindungen zwischen Arnegg und St. Gallen möglich würden. Auch, nachdem ihnen mit dem Fahrplanwechsel im vergangenen Dezember Zugshalte an ihrem Bahnhof gestrichen worden waren.

Falsch kommuniziert

Nun teilt die Stadt in einem Schreiben aber mit, dass «Arnegg nicht so rasch, wie seinerzeit von der Stadt angekündigt, seinen Bahn-Halbstundentakt erhalten wird». Urs Salzmann, Kommunikationsbeauftragter der Stadt Gossau, sagt dann auch, dass «Informationen des kantonalen Amtes für öffentlichen Verkehr falsch verstanden worden sind». Und dies hätte zu dieser Fehlinformation geführt. Eine Bahnverbindung Arnegg–St. Gallen im Halbstundentakt, ohne einmal umsteigen zu müssen, sei erst Ende 2018 möglich, wenn die beiden Bahnhöfe von Hauptwil und Kradolf zu Kreuzungsstationen ausgebaut sind und die S5 damit halbstündlich alle Stationen bedienen kann.

Trotzdem kürzere Reisezeiten

Dennoch wird sich die Situation für all jene Arneggerinnen und Arnegger, die auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen sind, ab Ende 2013 verbessern: In Kombination mit Bus und Rheintal-Express verkürzten sich dank «schlanker» Anschlüsse die Reisezeiten von und nach St. Gallen, heisst es in der Mitteilung weiter. Arnegg verfüge dann während des ganzen Tages über halbstündliche Verbindungen in die Kantonshauptstadt mit Fahrzeiten von rund 20 Minuten. Heute müssten die Arnegger für denselben Weg eine Reisezeit von bis zu einer halben Stunde in Kauf nehmen, sagt Laurent Reusser vom Amt für öffentlichen Verkehr, dies vor allem wegen einer in Gossau durchschnittlich doch langen Umsteigezeit von zwölf Minuten von der Bahn auf den Bus.

Viel Ärger in Arnegg

Als im vergangenen Dezember angekündigt worden war, dass auf Anfang 2011 Zugshalte in Arnegg gestrichen werden, war die Empörung gross. Viele, vor allem Pendler, ärgerten sich über den Wegfall des Anschlusses nach St. Gallen kurz nach sieben Uhr morgens. Was folgte, waren eine Interpellation und eine Petition an den Gossauer Stadtrat. Diese trugen Früchte. Im April hat die Regiobus AG ihre Abfahrtszeiten um wenige Minuten vorverlegt, damit die Bahnanschlüsse nach St. Gallen gewährleistet sind.