Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Weiteres Stadtquartier aufwerten

Angrenzend ans Löwengarten-Areal werden vier Wohnhäuser anstelle von Industrie projektiert. Dazu erarbeitete die Stadt ein Leitbild zur Umgestaltung des ganzen Quartiers um den Westteil der Löwenstrasse.
Fritz Bichsel
Geplante Überbauung vor der Einmündung der Löwen- in die St. Gallerstrasse östlich des Löwengarten-Areals. (Bild: Visualisierung: JOM Architekten)

Geplante Überbauung vor der Einmündung der Löwen- in die St. Gallerstrasse östlich des Löwengarten-Areals. (Bild: Visualisierung: JOM Architekten)

Fritz Bichsel

redaktionot@tagblatt.ch

Östlich der Industriestrasse wurden oder werden Stadtteile umgebaut – auf dem Alcan-Areal und im Entwicklungsgebiet von der Neustadtstrasse bis gegen die ­Löwenstrasse. Im Westen von Rorschach ist die Überbauung anstelle der abgebrochenen Brauerei Löwengarten im Gang. Der Stadtrat will auch das Gebiet dazwischen – am Westteil der ­Löwenstrasse – aufwerten. Den Anfang macht die BFW Liegenschaften AG mit einem Projekt für vier neue Häuser östlich des Löwengarten-Areals. Auf der gut 3300 Quadratmeter grossen Liegenschaft zwischen Löwen- und Löwengartenstrasse (früher bekannt als Rennhaas-Areal) stehen bisher vier Gebäude mit unterschiedlichen Betrieben als Mieter. Nun soll sie von der Industriezone umgeteilt werden in die Zone für Wohn- und Gewerbebauten mit vier Vollgeschossen plus Dach­geschoss (WG4) und neu überbaut werden gemäss einem Gestaltungsplan mit besonderen Vorschriften.

Diese Pläne wird die Stadt nun auflegen; die Umzonung für eine allfällige Referendumsabstimmung, den Gestaltungsplan für allfällige Einsprachen. Vorher informierten Stadt und Bauherrschaft die Anwohner. Dabei gab es keine Opposition. Nur gegen zwanzig Leute kamen ins HPV-Betriebsrestaurant, und niemand hatte etwas auszusetzen.

Der Gestaltungsplan für die Parzelle 1569 ermöglicht verdichtetes Bauen, teilweise mit zusätzlichem Geschoss, und dafür einen Platz bei der Einmündung Löwen-/ St. Gallerstrasse – neben der «Abfüllerei», die als einziger der früheren Brauereibauten bleibt. Den Studienwettbewerb gewannen die JOM Architekten in Zürich. Von ihnen erläutert Philippe Jorisch, dass sie sich an den für Rorschach typischen Stadthäusern orientierten. Geplant sind vier grösstenteils zum Wohnen dienende Neubauten mit gut 80 Wohnungen und meist unterirdischen Parkplätzen.

Ihr Leiter, Reto Borner, berichtet, dass BFW Liegenschaften dieses Areal vor Jahren kaufte – auf Empfehlung von Stadtpräsident Müller. Gemäss Geschäftsmodell wolle das Unternehmen die Bauten selber realisieren und behalten. Entstehen sollen, möglichst ab 2019, «bezahlbare» Mietwohnungen: in drei Häusern kleine und in einem Haus auch für Familien geeignete. Die BFW mit Sitz in Frauenfeld kauft oder baut besonders in der Ostschweiz, aber auch in der ganzen weiteren Deutschschweiz. Sie hat Liegenschaften, meist Wohnungen, im Wert von gut 400 Mio. Franken.

Nach Konzept für die Stadt und Leitplan fürs Quartier

Grundlage für die Planung in Rorschach war das Stadtentwicklungskonzept. Es enthält dieses Quartier als Entwicklungsgebiet für Wohnen/Gewerbe. Für die Umsetzung besonders im Dreieck westliche Löwenstrasse, untere Industriestrasse und mittlere St. Gallerstrasse erarbeitete die Stadt zusammen mit dem Raumplanungsbüro ERR einen Leitplan. Dieser zeigt, wie Haupt­ziele des Konzepts erreicht werden sollen: im dicht überbauten Rorschach Bausubstanz erneuern, zeitgemässen Wohnraum schaffen und mehr Durchblick zum See öffnen. Entsprechend ist nun die Überbauung des BFW-Areals geplant: unterteilt in vier Häuser mit Durchblick für neue Wohnungen mit Ausblick zum See.

Stadtpräsident Thomas Müller verweist darauf, dass sich in ­diesem Quartier markante Änderungen ergeben können mit dem ­projektierten Zubringer zu einem Autobahnanschluss in der Agglomeration. Der Teil in Rorschach ist unterirdisch geplant mit Portal an der mittleren Industriestrasse. Dafür sollen einige alte Häuser weichen, die nach dem Tunnelbau ersetzt werden könnten durch neue. Lastwagenverkehr zur Industrie würde zum grossen Teil wegfallen, was die Beruhigung von Quartierstrassen ermöglicht. Die Stadt würde voraussichtlich auch ihren Werkhof verlegen. Thomas Müller schwebt vor, dann einen Teil dieser Fläche als Park zu gestalten. Für die Aufwertung des ganzen Quartiers rechnet er mit zehn bis fünfzehn Jahren.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.