WEITERENTWICKLUNG: Jährlicher Festbeitrag aus der Stadtkasse

Der Stadtrat ist zufrieden damit, wie sich das St. Galler Fest entwickelt hat. Entsprechend schlägt er dem Parlament vor, die Subventionen dafür zu verstetigen.

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Viel Volk am St. Galler Fest in der Marktgasse. (Bild: Samuel Schalch (20.8.2016))

Viel Volk am St. Galler Fest in der Marktgasse. (Bild: Samuel Schalch (20.8.2016))

Das St. Galler Stadtfest ist 2015 und 2016 mit je 50000 Franken aus der Stadtkasse unterstützt worden. Der Stadtrat beantragt nun dem Parlament, diesen Beitrag ab 2017 alljährlich ins städtische Budget zu übernehmen und damit keine Einzelvorlagen dafür mehr vorzulegen.

Grossanlass zwischen OpenAir und Olma

Der Stadtrat begründet seinen Antrag mit der Bedeutung des Fes­tes, aber auch mit seiner positiven Entwicklung in den letzten beiden Jahren. Das Fest ziehe an zwei Tagen bis zu 125000 Personen aus der weiteren Region an. Es sei heute für viele ein fixer Termin im Veranstaltungskalender zwischen OpenAir und Olma.

Organisiert wird das St. Galler Fest weiterhin von einem privaten Ve­rein. Seine Strukturen wurden gemäss stadträtlicher Vorlage in den letzten Jahren aber massiv gestärkt. Unter anderem mit der Schaffung eines Beirates. Auch die Zahl von «Alkholleichen» am Fest wurde durch beschränkte Öffnungszeiten reduziert. Positiv ausgewirkt haben sich gemäss Stadtrat die Kontrollen auf die Lärmentwicklung.

2015 schloss das Fest mit einem Gewinn von 5700 Franken ab, womit das Eigenkapital des organisierenden Vereins auf 40200 Franken anwächst. Für 2017 budgetiert der Trägerverein für die Durchführung des Grossanlasses rund 500000 Franken und wieder schwarze Zahlen.

Zur positiven Entwicklung des Stadtfestes haben nach Meinung des Stadtrates nicht zuletzt die Auflagen beigetragen, die die Stadt mit ihren finanziellen Beiträgen für 2015 und 2016 verknüpft hatte. Auch darum solle der jährliche Festbeitrag der Stadt beibehalten werden.

Heute biete das Stadtfest ein abwechslungsreiches Programm, das viele verschiedene Interessen bediene. Auch die Einführung einer Gastgemeinde habe sich bewährt: Die Premiere mit dem Auftritt von Berneck im August sei beim Publikum äusserst gut angekommen. Das Gefäss der Gastgemeinde soll daher weitergeführt werden. Andere Entwicklungsschritte, so der Stadtrat, stünden in Diskussion. (vre)