Weisser Sport auf blauem Grund

BUECHEN. Neue Bodenbeläge, bessere Isolation: In der Tennishalle Bützel flogen in den vergangenen Wochen keine Bälle hin und her, sondern gingen Handwerker ein und aus. Für 500 000 Franken wurde die über 30jährige Halle saniert.

Marianne Bargagna
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Blau ist der neue Belag in der Tennishalle Bützel in Buechen. Ersetzt werden zudem die Neonlampen mit LED-Leuchten. (Bilder: Marianne Bargagna)

Blau ist der neue Belag in der Tennishalle Bützel in Buechen. Ersetzt werden zudem die Neonlampen mit LED-Leuchten. (Bilder: Marianne Bargagna)

BUECHEN. Die Tennishalle Bützel in Buechen ist wieder fit. Sie wurde saniert. Bekam einen neuen Boden, einen blauen. «Und etwas langsameren», sagt Freddy Schwegler, Präsident des Verwaltungsrates der Tennishalle Bützel AG. Er kennt die Tennishalle in- und auswendig. Gehörte er doch 1979, als sie gebaut wurde, zu den Initianten und als Inhaber eines Baugeschäftes auch zu den Erbauern.

Federer war auch schon hier

Schwegler überblickt die Halle mit drei Plätzen. Da werden Erinnerungen wach an Turniere, die er geleitet hat. Dann lacht er und erzählt stolz, dass in der Bützel-Halle auch schon Roger Federer gespielt habe. Als Junior. Federer wird am Tag der offenen Tür vom Samstag, 2. November, nicht da sein. Aber zwei andere Schweizer Top-Spieler und zwei regionale Junioren-Cracks werden die Bälle in der Halle hin und her schmettern. Schwegler schmunzelt. Für diese Profis werde der Boden wohl etwas langsam sein. Dafür sei er gelenkschonend. Und das wiederum dürfte all jene freuen, die regelmässig in der Tennishalle mit dem blauen Boden dem weissen Sport frönen. Diese Art Boden sei bewusst gewählt worden, weil sich hier vor allem «Durchschnittsspieler» träfen. Und diese hätten sich, die Halle ist seit anfangs Oktober wieder offen, bereits positiv über den neuen Bodenbelag geäussert.

Energie sparen

Die Halle wurde auch besser isoliert, und zwar mit einer 200 Millimeter dicken Dachisolation. Im Sommer werde es so weniger warm, im Winter dafür wärmer sein, sagt Schwegler. Für die Isolation sei die Swisspor AG zuständig gewesen. Schwegler freut sich: Mit der Swisspor AG hätten sie auch einen Hauptsponsor gefunden, der sich für längere Zeit verpflichtet habe. Und dann erwähnt er noch eine Besonderheit. Die Neon-Lampen würden durch LED-Leuchten ersetzt. Und damit sei die Tennishalle in Buechen die erste in der Schweiz mit einer LED-Beleuchtung. Willkommener Nebeneffekt der Isolation und LED-Leuchten: Es könnten etwa 50 Prozent der bisher benötigten Energie eingespart werden. Allein für die Beleuchtung hätten sie bis dato etwa 10 000 Franken pro Jahr ausgegeben.

Finanziell gesund

Die ganze Sanierung hat laut Aussage von Freddy Schwegler 500 000 Franken gekostet. Ein Betrag, der die AG nicht in Bedrängnis bringe, denn sie stehe finanziell auf gesunden Füssen, habe bisher keine Schulden gehabt. Das hat sich mit der Sanierung geändert. Aber: «Wir werden wohl in fünf bis sechs Jahren wieder schuldenfrei sein», ist Schwegler zuversichtlich.

Kein utopisches Ziel, wenn der Betrieb so weiterläuft wie bis anhin. Denn, so sagt Schwegler, «die Halle ist immer sehr gut ausgelastet». Was für ihn ein Zeichen dafür ist, dass heute ebenso ein Bedürfnis nach einer solchen Einrichtung besteht wie damals, als sie gebaut wurde im Bützel, auf Boden der Gemeinde Thal, den die AG im Baurecht erhalten hat. Der Baurechtsvertrag sei noch 35 Jahre gültig. Für Schwegler keine Frage: «Selbstverständlich werden wir den Vertrag verlängern.» Er, der als Knirps Fussball gespielt hat, dann als 20-Jähriger mit dem Tennisspiel begann, ist heute 64jährig und immer noch regelmässig in der Tennishalle anzutreffen. Und an Sitzungen des Verwaltungsrates. Denn er war von Anfang an im Verwaltungsrat, als Vizepräsident von drei Präsidenten. Dann, vor 15 Jahren, übernahm er das Präsidium der Tennishalle Bützel AG.

Freddy Schwegler Verwaltungsratspräsident der Tennishalle Bützel AG

Freddy Schwegler Verwaltungsratspräsident der Tennishalle Bützel AG

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