WEIHNACHTSZEIT: Belebter Advent im Westen

Der Straubenzeller Adventskalender will Menschen im Westen der Stadt zusammenbringen. Zu diesem Zweck wird jeden Tag im Advent ein Anlass organisiert – vom Literaturabend bis zum Curlingtraining.

Luca Ghiselli
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Der Adventskalender bietet auch Besinnliches. So wurde vor einigen Jahren ein Lichterfest gefeiert. (Bild: PD)

Der Adventskalender bietet auch Besinnliches. So wurde vor einigen Jahren ein Lichterfest gefeiert. (Bild: PD)

Luca Ghiselli

luca.ghiselli@tagblatt.ch

Es gibt viele Arten von Adventskalendern. Hinter manchen geöffneten Türen verbirgt sich Süsses, hinter anderen ein hübsches Bild. Und dann gibt es Adventskalender, die Türen auch im übertragenen Sinn öffnen: Die Projektgruppe Straubenzeller Adventskalender hat es sich zum Ziel gemacht, einen speziellen Adventskalender auf die Beine zu stellen: einen, der lebt.

Nähe und Austausch fürs Quartier bieten

Zum elften Mal organisiert die Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Straubenzell zusammen mit der katholischen Kirche und dem Straubenzeller Fonds zu diesem Zweck 24 verschiedene Anlässe im Westen der Stadt. Die Organisatoren wollen damit vor allem eines erreichen: Menschen aus den Quartieren zusammenbringen und den gegenseitigen Austausch anregen.

Gestern Abend wurden die diesjährigen Aktivitäten des Straubenzeller Adventskalenders mit einem Chorkonzert in der Wolfgangkapelle eingeläutet. Heute Freitag und morgen Samstag folgt dann der Hol-und-Bringmarkt (siehe Zweittext). Die Nachfrage nach den Anlässen im Advent ist auch im elften Jahr ungebrochen, sagt Urs Meier-Zwingli, Sozialdiakon der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Straubenzell. «In einer globalisierten Welt beachtet man das nahe Umfeld wieder stärker», sagt der Sozialdiakon. In der Weihnachtszeit würden sich ausserdem viele Menschen nach Nähe und Geborgenheit sehnen. «Und das wollen wir mit dem Adventskalender bieten.»

Einige Programmpunkte des «lebendigen Adventskalenders» im Westen sind seit Jahren fix. Dazu gehören zum Beispiel das Lindeli-Gebet, die Sonntagsmusik und das «Fiirobig-Ässe», das dieses Jahr am 8. Dezember stattfindet. Das gemeinsame Abendessen dient als Begegnungsabend für Menschen aus dem Quartier. Bekocht werden diese dabei jedes Jahr von einer anderen Köchin aus dem Ausland. Dieses Jahr ist es eine Frau aus der Ukraine. «Das ‹Fiirobig-Ässe› verkörpert den Geist des Straubenzeller Adventskalenders», sagt Meier-Zwingli. Oft fehle vor allem ausländischen Quartierbewohnern eine Möglichkeit zur Kontaktaufnahme. An diesem Abend sei das aber anders.

Ein Crashkurs im Curling-Center

Jedes Jahr kommen aber auch neue Anlässe zum Adventskalender hinzu. So zum Beispiel der Curlingabend vom 15. Dezember. Der Curlingclub St. Galler Bär gibt Interessierten in der neuen Halle im Lerchenfeld einen Crashkurs in der Sportart.

Auch die Besichtigung des Briefzentrums vom 9. Dezember in Gossau ist dieses Jahr zum ersten Mal Bestandteil des Straubenzeller Adventskalenders. Die Anlässe richten sich an alle Quartierbewohner – von der jungen Familie bis zu Pensionären. Bis auf einen gemeinsamen Kochabend am 12. Dezember, an dem sich die Gäste für das Weihnachtsessen inspirieren lassen können, sind alle Anlässe des Straubenzeller Adventskalenders kostenlos.