WEIHNACHTSREVUE: Danceloft erobert den Central Park

New York, New York! Die Schüler der Tanzschule Danceloft entführen ihr Publikum in die «City, die niemals schläft». Mit dabei ist die Performerin Marula Eugster vom Rigolo Swiss Nouveau Cirque.

Barbara Camenzind
Drucken
Teilen
Auf den Hund gekommen: Sarina Siebers letzter Schliff bei den kleinsten Tänzerinnen. (Bild: Barbara Camenzind)

Auf den Hund gekommen: Sarina Siebers letzter Schliff bei den kleinsten Tänzerinnen. (Bild: Barbara Camenzind)

Ein lang gehegter Wunsch von Rut Ackermann wird dieses Wochenende in Erfüllung gehen. Die künstlerische Leiterin des Dancelofts besuchte New York vor rund 30 Jahren das erste Mal und war begeistert von der Atmosphäre im berühmtesten Stadtpark der Welt. Nun hat sie zusammen mit ihrem Team und den rund 110 Schülern einen «tanzenden Tag im Central Park» gestaltet. «Ich war fasziniert vom Kommen und Gehen an diesem wunderbaren Ort», erzählt die erfahrene Tanzmeisterin. Der Augenschein bei der Generalprobe bewies, dass es tatsächlich möglich ist, eine entzückende, poetische Show auf die Beine zu stellen. Auch wenn die Protagonisten zwischen dreieinhalb und 50 Jahren alt sind.

Von Klassik bis Moderne

Im Stadthof Rorschach heisst es Bühne frei für die Hundesitter und die Aerobic-Ladies, die Jane Fonda Konkurrenz machen. Ein Picknick gefällig? Auch das wird choreografisch umgesetzt. In der Nummer «Together», kann klassischer Spitzentanz mit Petticoat und Pünktchen bewundert werden. Natürlich wird auch eine echte amerikanische Strassengang die Bühnenbretter entern. Zuguterletzt wird es noch richtig weihnächtlich, doch allzu viel möchten die Revueprofis nicht preisgeben. Es ist seit 26 Jahren Brauch im Danceloft, dass die Tanzschüler zu Hause nichts verraten dürfen und die Eltern von den Proben ausgeladen sind. Die klug ausgewählte Musik, die einen Bogen von Dean Martin, Swing, Jazz bis zu Johann Sebastian Bach und zeitgenössischer Musik schlägt, unterstützt das Bewegungsrepertoire der Ausführenden. Manch ein Kind wächst dabei über sich hinaus. Tanzpädagogin Sarina Sieber ist zufrieden mit ihren Elevinnen: «Die Inspiration zu den Choreografien habe ich aus dem Unterricht gewonnen. Kinder sind unglaublich kreativ.» Und vor allem brav. Tanz strukturiert den Menschen offensichtlich. Die lange Probe im Stadthof verlief wie am Schnürchen.

Die 1996 von Mädir Rigolo gestaltete «Sanddorn-Balance» feiert seither international Erfolge. Seine Tochter Marula Eugster, die dem Rorschacher Danceloft schon länger freundschaftlich verbunden ist, bringt den Rigolo-Klassiker mit in die diesjährige Weihnachtsrevue. Mit Feder und dreizehn Palmblatt-Rispen entsteht ein zartes, geheimnisvolles Spiel rund um Balance, Werden und Vergehen. Die Toggenburger liessen sich bei der Entwicklung vor 20 Jahren ebenfalls von Stimmungen aus dem New Yorker Central Park inspirieren. Die Nummer «Marulas weisse Tauben» wird ihr Rorschacher Überraschungsgeschenk sein.

Barbara Camenzind

redaktionot@tagblatt.ch

Aufführungen

Samstag 18 Uhr, Sonntag 15 Uhr, Tickets an der Abendkasse