Weihnachten nach Weihnachten

Bedürftige Familien werden mit Taschen mit insgesamt 16,3 Tonnen Gaben überrascht. Als «Gschenkliverpacker» stellten sich St. Galler Schüler zur Verfügung.

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Gefüllte Taschen: 16,3 Tonnen verpackt in über 450 Papiersäcken. (Bild: pd)

Gefüllte Taschen: 16,3 Tonnen verpackt in über 450 Papiersäcken. (Bild: pd)

RORSCHACH/RHEINTAL. Gegen 4000 Erwachsene und Kinder werden beschenkt. 16,3 Tonnen Lebensmittel und Nonfood-Artikel werden im Rahmen der Aktion «2 × Weihnachten» unter anderem auch in der Region Rorschach und Rheintal verteilt. Es handelt sich hierbei um eine Aktion des Schweizerischen Roten Kreuzes.

Die Güter sind diese Woche in der Gossauer Militärunterkunft an der Bischofszellerstrasse angekommen. Überall stehen Paletten und Schachteln mit Lebensmitteln und Nonfood-Artikeln. Sekundarschülerinnen und -schüler der Flade St. Gallen füllen unter der Leitung von Rosmarie Nagel, Leiterin Soziale Integration beim Roten Kreuz Kanton St. Gallen (SRK), Tragtasche um Tragtasche. Sie zeigten sich überwältigt von der grossen Menge und der Auswahl der Güter.

469 Haushalte

Mit dieser Aktion werden benachteiligte Menschen im ganzen Kanton Wochen nach Weihnachten beschenkt. In den Taschen sind Grundnahrungsmittel und Waren, die sie sich im täglichen Leben nur selten oder gar nicht leisten können. «Für viele ist es tatsächlich wie Weihnachten, wenn sie die gefüllten Tragtaschen in Empfang nehmen dürfen», sagt Rosmarie Nagel. Auch die Region Rorschach und Rheintal profitiert von der Aktion. Dazu arbeitet Kathrin Gabathuler, Regionalleiterin SRK Rorschach & Rheintal, eng mit diversen Organisationen zusammen. Allein in der Region Rorschach und Rheintal werden 469 Haushalte berücksichtigt, darunter viele Familien mit Kindern. Freiwillige Fahrer liefern die Waren im Auftrag des SRK an die Besteller aus, welche sie an die Menschen verteilen, die diese Unterstützung besonders nötig haben.

Menge hängt von Spenden ab

Essig, Öl, Mehl, Salz, Reis, Zahnpasta, Windeln, Schreibzeug, Tomatensauce, Nutella, Gewürze, Kaffee, Plüschtiere, Puzzles, Zucker, Körperlotion und sogar Praliné – Die Schülerinnen und Schüler haben alle Hände voll zu tun. Mit dieser Menge an Waren können die Taschen bis oben gefüllt werden. Doch dies ist laut dem SRK nicht jedes Jahr gleich. Die Spendenbereitschaft der Bevölkerung sei entscheidend. Ob eine volle oder eine halbvolle Tasche, das Echo und vor allem die Dankbarkeit der Beschenkten sei immer gross. (pd)

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