Weiher ist wieder ein Naturerlebnis

Naherholungsgebiet für die Bevölkerung und Heimat für viele Tiere und Pflanzen: Der sanierte Moosmüliweier in Abtwil wurde mit einem Apéro offiziell eröffnet.

Michel Burtscher
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Sanierter Moosmüliweier: Jung und Alt freuen sich über ihr neues Naherholungsgebiet. (Bild: Michel Burtscher)

Sanierter Moosmüliweier: Jung und Alt freuen sich über ihr neues Naherholungsgebiet. (Bild: Michel Burtscher)

Abtwil. Das Wasser plätschert, die Blätter der Bäume rauschen im Wind. Enten schwimmen friedlich auf dem Weiher, die Bäume spiegeln sich auf der ruhigen Wasseroberfläche. Ja, der Moosmüliweier in Abtwil ist wieder ein Naturerlebnis. Ein Bänkli lädt zum Verweilen ein und auf einer Informationstafel kann die geschichtliche Entwicklung studiert werden. Noch vor einem Jahr sah das ganz anders aus: Der Weiher war zum grössten Teil verlandet.

Die gelungene Sanierung wurde am Donnerstag im kleinen Kreis mit einem Apéro offiziell gefeiert. Gemeindepräsident Andreas Haltinner, Vertreter des Gemeinderates, Nachbarn und interessierte Bürger waren anwesend. «Für uns ist es ein Highlight, wir sind sehr stolz auf den sanierten Weiher», sagte Andreas Haltinner.

Für einen Franken gekauft

Vor rund vier Jahren sei die Idee zur Sanierung des Moosmüliweiers im Gemeinderat entstanden, sagte Fritz Wüthrich, Gemeinderat und Präsident der Gaiserwalder Umweltkommission.

«Die Umsetzung war aber nicht ganz einfach.» Man habe Kontakt mit den Landeigentümern aufnehmen, Ideen ausschaffen und den Kredit von 110 000 Franken von der Bürgerversammlung absegnen lassen müssen. Für einen Franken sei das Grundstück dann den Inhabern abgekauft worden, sagte Wüthrich. Die Kosten für die Sanierung wurden von der Gemeinde, dem kantonalen Amt für Natur, Jagd und Fischerei und dem Ökologiefonds der Deponie Tüfentobel übernommen.

Historie berücksichtigt

Laut Martin Brunner von den Lüthi Landschaftsarchitekten, die das Projekt ausgearbeitet haben, sind drei Aspekte berücksichtigt worden: «Wir wollten etwas für das Landschaftsbild tun, unter Berücksichtigung der Historie. Zudem sollte die Bevölkerung sowie die Ökologie profitieren.» Zur Ökologie gehöre nicht nur das Wasser, sondern auch andere Lebensräume. Der Weiher sei jetzt 1500 Quadratmeter gross und an der tiefsten Stelle 4,8 Meter tief.