Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Wegen Schulden: Serbe muss Schweiz verlassen

ST.GALLEN. Weil er hohe Schulden hat, wird die Aufenthaltsbewilligung eines Serben nicht verlängert. Der 55-Jährige muss die Schweiz verlassen, obwohl er seit über 20 Jahren mit seiner Familie im Kanton St.Gallen wohnt. Dies hat das St.Galler Verwaltungsgericht entschieden.
Zweimal ist der Mann vom Migrationsamt verwarnt worden. (Bild: Keystone)

Zweimal ist der Mann vom Migrationsamt verwarnt worden. (Bild: Keystone)

Der seit 1991 in der Schweiz lebende Mann habe Schulden von über 145'000 Franken, heisst es in einem Entscheid des St.Galler Verwaltungsgerichts vom 19. Februar. Zudem sei er mehrmals wegen erheblicher Strassenverkehrsdelikte verurteilt worden. Bevor das St.Galler Migrationsamt dem 55-Jährigen die Verlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung verweigerte, sei der Mann zweimal erfolglos verwarnt worden.

Bereits 2011 hatte das Migrationsamt die Aufenthaltsbewilligung des Serben an die Auflagen geknüpft, er dürfe keine neue Schulden machen und müsse die bestehenden Ausstände tilgen, indem er einer geregelten Arbeit nachgehe. Obwohl der zweifache Vater nichts unternahm, verlängerte das Migrationsamt ausnahmsweise die Aufenthaltsbewilligung erneut, weil er einen Arbeitsvertrag vorweisen konnte.

Unwahre Angaben
Am 3. Januar 2013 verlängerte das Migrationsamt die Aufenthaltsbewilligung nicht mehr. Die Angaben des Mannes zum angeblichen Arbeitsverhältnis hätten sich als unwahr erwiesen. Der Serbe wurde wegen Vergehens gegen das Ausländergesetz zu einer bedingten Geldstrafe von 60 Tagessätzen à 30 Franken verurteilt.

Das Sicherheits- und Justizdepartement wies den Rekurs des Mannes im August 2014 ab. Wegen zahlreicher Verfehlungen und der Schuldenwirtschaft könne er sich trotz 23-jährigem Aufenthalts in der Schweiz nicht auf ein "faktisches Aufenthaltsrecht" berufen. Seine beiden Söhne seien volljährig und brauchten keine weitere Betreuung durch ihren Vater. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (sda)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.