WECHSEL: Stefan Müller sagt der Feuerwehr Adieu

Am Freitag wurde Steinachs Feuerwehrkommandant Stefan Müller verabschiedet. Nach dem letzten Händeschütteln mit Nachfolger Stefano Manni tritt er aus dem Korps aus.

Fritz Heinze
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Ein Grossaufgebot an Gästen war am Freitagabend im Feuerwehrdepot in Steinach anwesend. Mitglieder der Gemeindeleitung, Feuerwehrkameraden aus den Nachbarfeuerwehren, aber auch die Kommandanten und Vizekommandanten der Steinacher Feuerwehr vor der Zeit von Stefan Müller. Für einmal hatte der gemütliche Teil Priorität. Kurz vor halb acht Uhr standen das Feuerwehrkorps in Reih und Glied auf dem Vorplatz, gefolgt von der Gästeschar, um den scheidenden Kommandanten Stefan Müller zu begrüssen. Aus aktuellem Anlass wurde er, sozusagen standesgemäss, mit dem Tanklöschfahrzeug in seinem Domizil in Obersteinach abgeholt und traf auch mit entsprechendem Sound beim Feuerwehrdepot ein. Nach der zwölfjährigen Kommandotätigkeit nahm er Abschied von der Feuerwehr.

Doch an diesem Abend wurde gefeiert – nicht nur Abschied genommen. Markus Mäder amtete letztmals als Präsident der Feuerschutzkommission und bekleidete auch das Amt des Conférenciers. Er führte durch den Abend. Sein Nachfolger, Gemeinderat Andreas Popp, stand in den Startlöchern und ergriff im Verlauf des Festakts auch das Wort.

Gelegentlich eine Belastung

Im Mittelpunkt standen der scheidende Kommandant Stefan Müller und sein Nachfolger Stefano Manni. Zum Thema Führungswechsel sprach Markus Mäder, doch zu Wort kamen auch die Kommandanten der benachbarten Feuerwehren, die nach langjähriger guter Zusammenarbeit ihre Präsente überbrachten. Während 27 Jahren leistete Stefan Müller in der Steinacher Feuerwehr Dienst. «Es war eine gute Zeit, ich hatte viel gelernt», bestätigte der Scheidende. Doch betonte er auch, dass das Amt gelegentlich eine Belastung war. «Denn als Feuerwehrkommandant ist man für viele Männer und Frauen des Korps nicht nur Ansprechperson bei feuerwehrtechnischen Problemen.» Dass in der Feuerwehr nicht nur das Fachtechnische zum Tragen kommt, sondern die Kameradschaft und der damit verbundene Zusammenhalt in der Mannschaft einen ebenso hohen Stellenwert hat, betonte auch Markus Mäder.

Für Stefano Manni geht mit der Beförderung zum Feuerwehrkommandanten ein Jugendtraum in Erfüllung. Er leistet seit 17 Jahren Dienst in der Feuerwehr und konnte nach dem Weggang des damaligen Vizekommandanten Mario Hagmann vor acht Jahren dessen Amt übernehmen. «In diesen Jahren wurde ich auf die Übernahme der Leitung der Steinacher Feuerwehr vorbereitet», sagte Manni, und wird nun künftig die Arbeit von Stefan Müller übernehmen.

Fritz Heinze

redaktionot@tagblatt.ch