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WECHSEL: Pech: Poulet-Mann muss Standplatz in Rorschach aufgeben

Nach 20 Jahren muss der Güggelistand vom Löwengarten-Areal in Rorschach weichen. Nun sucht der Betreiber fieberhaft nach einem neuen Ort. Dabei muss er auch Fehlschläge einstecken.
Shqiprim Osmani in seinem Güggelistand. (Bild: Martin Rechsteiner)

Shqiprim Osmani in seinem Güggelistand. (Bild: Martin Rechsteiner)

Eine Ära geht zu Ende. Fast 20 Jahre lang stand beim Löwengarten-Areal an der St. Gallerstrasse in Rorschach am Freitag der Güggelimann. Der beliebte Stand der Natura Güggeli AG zog Leute in Scharen an. «Rorschach war der beste Ort auf meiner Tour und laut Verkaufszahlen einer der besten der ganzen Schweiz», sagt Shqiprim Osmani, der den Stand vor sechs Jahren übernommen hat. «Ich konnte da jeden Tag bis zu 150 Poulets verkaufen.»

Doch jetzt muss Osmani mit seinem Stand weichen. «Der Grund ist die Baustelle auf dem Areal», sagt er. Dass Osmani nicht mehr an seinem alten Platz anzutreffen ist, irritiert seine Kundschaft. «Ich habe dutzende Anrufe bekommen, wo ich denn bleibe», sagt er.

Kunden blockierten Baustelle

Wütend auf seine ehemaligen Platzvermieter ist Osmani nicht. «Es lief alles fair. Sie haben mich schon vor zwei Jahren darüber informiert, dass ich wegen der Bauarbeiten dereinst das Feld räumen muss», sagt er. Als es dann soweit war, erlaubten die Vermieter Osmani sogar noch, einige Monate länger zu bleiben. Seine Kunden kamen mit ihren Autos aber zunehmend den Lastwagen der Baustelle in die Quere, der Pouletstand musste weg.

Nun steht Osmani vor einem Problem: «In Rorschach ist es nicht einfach, einen guten Standplatz zu finden», sagt er. Der Ort müsse zentral, am besten an einer viel befahrenen Strasse sein und es müsse Parkplätze für die Kunden geben. «Zudem darf die Miete nicht zu hoch sein, schliesslich bediene ich ja noch andere Standorte, an denen ich ebenfalls bezahlen muss.» Gestern versuchte Osmani sein Glück an der Churerstrasse nahe des Strandbades. Von den SBB kann er den Platz zu einem fairen Preis mieten, die Strasse ist befahren.

Doch der Poulet-Brater hat Pech: Einige seiner früheren Kunden spüren ihn zwar auf, sonst bleibt es ruhig. Schon am Nachmittag bricht er die Übung ab. «Pro Tag muss ich mindestens 70 Poulets verkaufen, damit es rentiert. Bis jetzt bin ich gerade mal fünf los geworden», sagt er enttäuscht. Ans Aufgeben denkt er nicht. «Es gibt schon Gespräche wegen anderer Plätze in Rorschach.» Osmani will in der Hafenstadt bleiben. Am liebsten wäre er zurück an seinem alten Platz an der St. Gallerstrasse. «Dort war es perfekt.» Osmani hofft darauf, dass er nach Abschluss der Bauarbeiten in zwei Jahren wieder dorthin darf. «Ob das klappt, steht aber noch in den Sternen.»

Es sei mittlerweile schwierig geworden, geeignete Standplätze zu finden, sagt auch Osmanis Chef, Daniel Eugster. Er ist der Geschäftsleiter der Natura Güggeli AG. «Wir sind vollumfänglich auf den Goodwill der Platzbesitzer und zum Teil auch der öffentlichen Hand angewiesen.» Alle Grilleure arbeiten als selbstständige Franchisepartner und sind somit für die Standplätze selber verantwortlich.

Martin Rechsteiner, Perrine Woodtli

redaktionot@tagblatt.c

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