WASSERVERLUST: Häggenschwil stopft Leck

Nach langer Suche scheint die undichte Stelle in der Leitung gefunden. Gewissheit herrscht aber erst in einem Jahr.

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270000 Vollbäder hätte man mit der Wassermenge füllen können, die 2016 im Häggenschwiler Untergrund verschwand. 37,8 Millionen Wasser, über ein Fünftel des jährlichen Trinkwassers, kam nie beim Verbraucher an (Tagblatt vom 2. Februar).

Seither suchte die Gruppenwasserversorgung Berg-Häg­genschwil-Wittenbach (BHW) im verzweigten Leitungsnetz der Gemeinde nach den Ursachen dieses immensen Verlustes. Nun kann ein Erfolg verzeichnet werden. Franz Bünter, Präsident der BHW, sagt auf Anfrage: «Bei den Messungen Anfang Woche haben wir Schäden entdeckt.» Darunter ein grosses Leck, das nun bereits gestopft sei. Weitere kleinere Mängel würden zurzeit behoben.

Ob damit alle undichten Stellen eliminiert sind, lässt sich erst Ende März erahnen. Dann wird abgelesen, wie viel Wasser der Verbund im laufenden Monat nach Häggenschwil leitete. Diese Menge müsste rund ein Fünftel kleiner sein als im Monat davor.

Wasserstatistik schafft Gewissheit

Ob tatsächlich alle Schäden behoben sind, zeigt sich aber erst wieder in einem Jahr mit der Erhebung der Wasserstatistik. Dann führt die Gemeinde auf, wie viele Liter Trinkwasser sie bezieht. Im Vergleich dazu steht die Anzahl Liter, die an die Haushalte verkauft wird. Die Differenz zeigt die Grösse des Wasserverlustes an. Bünter betont: «Kein Verlust ist fast nicht möglich.» Jede Gemeinde verliere Wasser, in der Regel rund fünf bis zehn Prozent der gesamten Wassermenge.

Nicht zum ersten Mal kämpft Häggenschwil mit undichten Stellen in der Leitung: Bereits 2011 konnte der Schaden erst nach wochenlanger Suche behoben werden. Verantwortlich war damals ein undichter Gummiring. (nh)