Wassersportclubs bauen zu zweit

Die beiden Wassersportvereine in Goldachs Rietlibucht, der Segelclub Rietli und der Seeclub Rorschach planen den Bau einer gemeinsamen Halle für die Überwinterung von Booten, Zugfahrzeugen und Anhängern.

Otmar Elsener
Drucken
Teilen
Der Bauplatz liegt in der südwestlichen Ecke des Kiesparkplatzes Rietli Goldach (l.). Die geplante Halle hat einen Grundriss von 19 mal 8 Metern und eine Firsthöhe von 5 Metern (r.). (Bilder: Otmar Elsener/zVg)

Der Bauplatz liegt in der südwestlichen Ecke des Kiesparkplatzes Rietli Goldach (l.). Die geplante Halle hat einen Grundriss von 19 mal 8 Metern und eine Firsthöhe von 5 Metern (r.). (Bilder: Otmar Elsener/zVg)

GOLDACH/RORSCHACH. Die einen rudern, die anderen segeln. Die Kontakte der Mitglieder des Segelclubs Rietli und des Seeclubs Rorschach beschränkten sich bisher auf ein gelegentliches gemeinsames Bier nach einer Ausfahrt, obwohl sich die beiden Clubhäuser in nächster Nähe zueinander westlich und östlich des Goldacher Hafens im Rietli befinden. Das soll sich nun ändern. Anlass dazu ist ein gemeinsames Bauprojekt.

Erstmalige Zusammenarbeit

An der Jahresversammlung des Segel Clubs stellten Präsident Hanspeter Dudler und Juniorenobmann Hansruedi Geser das Ergebnis einer erstmaligen Zusammenarbeit mit dem See Club vor. Für die Einführung in den Segelsport und die Schulung von Junioren unterhält der Segelclub über 25 Optimisten- und Laser-Jollen, die bis heute für die Wintermonate zum Teil im Freien oder in verschiedenen Lokalen und Hallen untergebracht werden mussten. Die erheblichen jährlichen Umtriebe und der Wunsch nach Schutz vor Vandalismus brachten den Vorstand auf die Idee, eine eigene Bootshalle zu planen. Da auch der Seeclub seinerseits einen geeigneten Raum für Zugfahrzeug und Bootsanhänger suchte, ergab sich für die beiden Clubs erstmals die Möglichkeit einer erfreulichen Zusammenarbeit.

Win-win-Situation

Die Gemeinde Goldach, ihren beiden Wassersportclubs stets wohlgesinnt, wird den Vereinen entgegenkommen, indem sie auf die Nutzung eines Teils des von ihr gepachteten Kiesparkplatzes im Rietli verzichtet. Parkplätze in diesem südwestlichen Teil des Areals gehen auch nach dem geplanten Bau nicht verloren. Die Besitzerin des Grundstücks, die Firma Stürm Immobilien AG, wird das nötige Land im Baurecht abgeben. Die Halle wird eine Grundfläche von 150 m² und eine Nutzfläche von 300 m² aufweisen. Es ist vorgesehen, dass der Segelclub Rietli Goldach etwa zwei Drittel, der Seeclub Rorschach einen Drittel der Grundfläche nutzen wird. Rolf Deubelbeiss, Präsident des Seeclubs freut sich: «Endlich werden die Beziehungen zwischen den beiden Traditionsvereinen intensiviert. Das Zusammengehen ist eine Win-win-Situation. Auch unsere Juniorenförderung wird davon profitieren.» Auch Hansruedi Geser sieht einen Gewinn für seine Junioren: «Die Nähe zum Clubhaus und zum See ist ideal für den Transport der Boote durch die Junioren selber. Die Halle ist eine Investition für die Junioren des Clubs and damit längerfristig auch eine Sicherung der Zukunft des Segelclubs.»

Der Antrag des Vorstandes wurde von den SCR Mitgliedern einstimmig angenommen. Von der im März stattfindenden GV des Seeclubs ist ebenfalls Zustimmung zu erwarten. Aufgrund dieser Beschlüsse, dem Kostenvoranschlag und dem zugesicherten Baurecht, kann bei der IG St. Galler Sportverbände die erwartete Mitfinanzierung beantragt werden.

Beliebter Hafen Rietli

Die üblichen Traktanden der Generalversammlung wurden von Hanspeter Dudler vor vollbesetztem Clubhaus abgewickelt. Der Vorstand bleibt im Amt und garantiert Stabilität des Clubs.

Die Kassiererin Evelyne Roth präsentierte eine erfreuliche Jahresrechnung. Unter der Leitung von Ernst Carniello hat sich die Clubhaus Bewirtschaftung rund um den See einen Namen gemacht. «Ich stelle fest, dass immer mehr Boote im Sommer unseren Hafen anlaufen» lobte Goldachs Hafenmeisterin Sibylle Baumann. Regattaleiter Thomas Hochuli vergab den Jahrespreis für die besten SCR Regattasegler an die Crew des Bootes «Peppermint»: Silvio Müller, Marcel Albertin, Peter Scherrer und Martin Bänziger ersegelten sich internationale Erfolge in der neuen Longtze-Bootsklasse. Das in China gebaute Boot hat sich in wenigen Jahren in der weltweiten Segelszene als schnelles Regattaboot durchgesetzt.

Bild: SGT Red Desk OT

Bild: SGT Red Desk OT

Aktuelle Nachrichten