WASSERSPORT: Auf der Welle reiten

Anfang August findet zum zweiten Mal das «Wakebattle» in Goldach statt. Neben dem Wakeboard- Wettbewerb besteht auch die Möglichkeit des «Public Wakeboarding»: Ausprobieren für jedermann.

Christina Vaccaro
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Beim Wettbewerb zeigen die Teilnehmer ihre Tricks auf dem Wakeboard vor der Tiki-Strandbar in Goldach. (Bild: Marco Bärtsch/PD)

Beim Wettbewerb zeigen die Teilnehmer ihre Tricks auf dem Wakeboard vor der Tiki-Strandbar in Goldach. (Bild: Marco Bärtsch/PD)

Christina Vaccaro

christina.vaccaro

@tagblatt.ch

Erneut wird das Brett unter die Füsse geschnallt, wird die Hantel wieder fest in den Griff genommen: das 2016 erstmals stattgefundene «Wakebattle» vor der Tiki-Strandbar in Goldach wird dieses Jahr zum zweiten Mal über die Wellen laufen. Die sechs Organisatorinnen und Organisatoren laden Gross und Klein am 5. August zum diesjährigen Wakeboard-Event ein. «Wer fahren möchte, der soll unbedingt mitmachen», sagt Michelle Bischof, eine der Organisatoren.

Spass am Sport steht im Vordergrund

«Letztes Jahr hatten wir einen Wettbewerbsteilnehmer, der erst zum zweiten Mal in seinem Leben auf einem Wakeboard gestanden ist.» Bischof stellt klar: «Der Wake­­board-Contest ist ein Plauschwettbewerb, bei dem es nicht ­darum geht, eine Meisterschaft zu gewinnen, sondern Spass zu haben.»

Der Event beginnt um 9 Uhr morgens, gefahren wird bis 18 Uhr mit anschliessender Rangverkündung. Die Teilnehmer fahren dabei zweimal eine Strecke, auf der sie ihr Können beweisen und ihre Tricks vorführen dürfen. Bis zu 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind bewilligt. Drei Jurymitglieder befinden sich auf dem Zugboot, beobachten genau und entscheiden, wer es in die zweite, finale Runde schafft. Es gibt ­übrigens eine Erwachsenen- und eine Kindergruppe ab zehn Jahren. Wer sich anmeldet, hat Vorrang.

Die Idee zum Event entstand vergangenes Jahr im Februar. ­Bischof erzählt: «Wir sassen zusammen und sprachen darüber, dass es in der Bodenseeregion praktisch nichts gibt, wo man das Wakeboarden kennen lernen kann. Wir wollten den Sport einer breiten Öffentlichkeit näher­bringen.» Das Pilotprojekt, das Bischof als «spontane Sache» bezeichnet, wurde schliesslich zum vollen Erfolg. «Wir hatten über 2000 Zuschauer, internationale und bereits erfahrene Fahrer, die uns durchwegs positive Rück­meldungen gegeben haben», sagt Bischof stolz. Über den ganzen Tag sei eine gute Stimmung gewesen und sowohl Anwohner als auch Spaziergänger und andere Seepromenadenbesucher seien begeistert gewesen. Die eindrückliche Kulisse vor der Strandbar trug wesentlich zum Gelingen der Veranstaltung bei.

Zusehen oder selbst fahren

«Für mich ist Wakeboarden ein interessanter Sport, den wir hier am Bodensee geniessen dürfen. Es ist ein Privileg, das nicht jeder hat», so die junge Frau aus Rorschacherberg. Wer nicht gleich beim Wettbewerb mitmachen, sondern Wakeboarden einfach einmal ausprobieren möchte, der kann das beim Public Wake­boarding tun. Die Wakeboardschule Wakelife bietet allen Interessierten den ganzen Tag eine Einführung in den Wassersport. Vorkenntnisse oder Anmeldung braucht es keine. «Vergangenes Jahr haben sehr viele das Public Wakeboarding genutzt, das war total lässig. Die einen haben es sofort im Griff, die anderen brauchen etwas länger. Da heisst es nur: Üben», weiss Bischof aus eigener Erfahrung.

Hinsichtlich der Gefahren meint die Organisatorin, dass das wie bei jedem Sport sei. Schlimmes könne eigentlich nicht passieren – man lande eben im Wasser. Die Seepolizei ist informiert. «Wenn etwas passiert, wird ganz schnell reagiert. Die Sicherheit ist den ganzen Tag auf dem Wasser durch ein Boot sowie an Land ­gewährleistet», gibt sich Bischof bedenkenlos.

Da Bewilligungen ihre Zeit brauchen, haben sich Rico Bärtsch aus Arbon, Josef Müller aus Staad, Patricia Künzli und Joel Wittwer aus Horn, Nicolas Wirth und Michelle Bischof aus Rorschacherberg bereits im vergangenen Herbst zusammen­gesetzt, um den diesjährigen Wakeboard-Wettbewerb zu organisieren. Nach so langer Vorbereitungszeit ist die Freude natürlich gross: «Ich freue mich wahnsinnig auf den Event. Weil es letztes Jahr so gut angekommen ist, wollen wir natürlich, dass es wieder so wird.»

Im Übrigen erhalten die Gewinner des Wettbewerbs auch Preise. 2016 erhielt der Erst­platzierte gar ein Wakeboard. Welche Preise es dieses Jahr geben wird, möchte Bischof nicht ver­raten. «Das sieht man dann», sagt sie und lacht. Auch ohne Preis ist das Wakeboarden sicherlich eine Erfahrung – entweder am eigenen Leib oder aus sicherer und trockener Entfernung am Ufer.

Hinweis

Anmeldung und mehr Infos unter: www.wakebattle.com