Wasserratten parkieren teurer

Einen Franken statt fünfzig Rappen pro Stunde: Der Tarif für die Parkplätze bei der Badi Goldach und im Rietli wurde im Rahmen des neuen Konzepts für die Parkplatzbewirtschaftung erhöht. Dafür ist Parkieren am See im Winter gratis.

Corina Tobler
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Die Parkuhr vor der Badi Goldach verlangt neu einen Franken pro Stunde. (Bild: Corina Tobler)

Die Parkuhr vor der Badi Goldach verlangt neu einen Franken pro Stunde. (Bild: Corina Tobler)

GOLDACH. Langjährige Badegäste im Seegarten reiben sich verwundert die Augen. Seit Anfang Monat zahlen sie fürs Parkieren vor der Badi doppelt so viel wie bisher. Dasselbe gilt für Autofahrer, die ihre Wagen beim Rietli abstellen. Grund dafür ist die Umsetzung des Konzepts der Parkplatzbewirtschaftung in Goldach.

Neu fünf Franken pro Tageskarte

Ziel ist es, die Parkplätze in der ganzen Gemeinde einheitlich zu bewirtschaften. Parkgebühren werden im Zentrum von Montag bis Samstag zwischen 8 und 19 Uhr erhoben und sollen insbesondere dem Dauerparkieren im Dorfzentrum einen Riegel schieben. Die Erhöhung des Tarifs am See wurde laut Gemeinderatsschreiber Richard Falk an der diesjährigen Bürgerversammlung wie auch am Dorfapéro angekündigt. «Wenn das Konzept umgesetzt ist, wird im Dorfzentrum die erste halbe Stunde gratis sein. Danach kostet ein Parkplatz einen Franken pro Stunde, ab der vierten Stunde dann doppelt so viel. Die Tarife am See wurden entsprechend angepasst», sagt Falk. Er betont, dass sozusagen als Gegenleistung für die höheren Preise im Sommer von November bis März am See keine Gebühren erhoben werden. «Zudem kostet die Tageskarte für die Plätze am See neu nicht etwa acht, sondern fünf statt wie bisher vier Franken. Damit zahlt eine Familie, die den ganzen Tag in der Badi verbringt, nur geringfügig mehr als früher.»

Lenkende Massnahme

Die Tariferhöhung am See stellt laut Falk nicht nur die Einheitlichkeit innerhalb der Gemeinde sicher, sondern ist auch eine lenkende Massnahme. «Im Sommer stehen die Autos am Ufer überall, die Parkplätze platzen aus allen Nähten. Vielleicht halten die höheren Preise die Parkzeiten etwas kürzer oder bewegen einige Leute dazu, künftig mit dem Velo statt dem Auto an den See zu fahren», hofft Falk.

445 000 Franken investiert

Die Goldacher Bevölkerung hatte der Gemeinde an der Bürgerversammlung 2012 den Auftrag erteilt, ein detailliertes Konzept für die Parkplatzbewirtschaftung auszuarbeiten. An der diesjährigen Versammlung wurde ein Kredit von 445 000 Franken gesprochen. Damit werden die Installationen für die Bewirtschaftung der bestehenden Parkplätze sowie jener in der geplanten Tiefgarage in der Zentrumsüberbauung finanziert. Die Umsetzung des Konzepts auf den Parkplätzen im Dorfzentrum dauert sicher noch bis Oktober. Neue Parkuhren müssen angeschafft und Markierungen gesetzt werden. Die Parkgebühren können neu auch bargeldlos bezahlt werden.