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Wasser hat die Strasse unterspült

Der Wasserrohrbruch an der Fürstenlandstrasse in der Nacht auf Sonntag ist relativ glimpflich verlaufen. An Gebäuden entstand so gut wie gar kein Schaden. Dagegen muss der Strassenbelag stellenweise neu eingebracht werden.
Daniel Wirth
Der Schaden am Strassenbelag nach dem Rohrbruch ist beträchtlich. (Bild: Benjamin Manser)

Der Schaden am Strassenbelag nach dem Rohrbruch ist beträchtlich. (Bild: Benjamin Manser)

Gegen 1 Uhr barst vor dem Gebäude, in dem die Musik Hug AG eingemietet ist, ein Wasserrohr (Tagblatt von gestern). Der Notfall-Pikettdienst der St. Galler Stadtwerke (SGSW) rückte aus und reparierte den Schaden umgehend. Hiefür musste bei einigen Liegenschaften an der Fürstenlandstrasse vorübergehend die Wasserzufuhr abgestellt werden. Das Rohr, das leck schlug, war 1910 in die Fürstenlandstrasse eingelegt worden. Das über 100jährige Gusseisenrohr hat einen Durchmesser von 30 Zentimetern, wie Marcel Steiger, Bereichsleiter Netz Gas und Wasser bei den SGSW, gestern sagte.

Sechs Meter Rohr ausgewechselt

Es handelt sich beim Wasserrohr, das barst, um eine Transportleitung. Das erklärt, weshalb relativ viel Wasser austrat und die Fürstenlandstrasse geflutet wurde. Gemäss Steiger lief glücklicherweise kaum Wasser in Gebäude. «Der Wasserrohrbruch ist glimpflich abgelaufen», sagt das Mitglied der Geschäftsleitung der SGSW. Dennoch: Ein Teil des Strassenbelags der Fürstenlandstrasse muss ausgewechselt werden. Der Grund: Das ausgetretene Wasser hat die Fürstenlandstrasse unterspült. Dabei wurde im Koffer unter dem Teer Kies abgetragen; es kam zu Verwerfungen im asphaltierten Belag.

Während das lecke Gusseisenrohr auf einer Länge von sechs Metern ausgewechselt werden musste, ist der Strassenabschnitt, der neu belegt werden muss, um ein Vielfaches länger. Die Strassenarbeiten waren gestern voll im Gang. Die Stadtwerke führen eine Rohrbruch-Statistik. Auf Grund derer wurde im Wissen um das hohe Alter der Wasserleitung nicht mit einem Rohrbruch unter der Fürstenlandstrasse gerechnet, wie Steiger ausführt. Auch unter der Rorschacher und der Zürcher Strasse liegen Transportleitungen. Weil diese beiden Strassen deutlich mehr Verkehr und auch deutlich mehr Schwerverkehr schlucken müssen als die Fürstenlandstrasse, ist es dort in jüngster Zeit schon des öftern zu Wasserrohrbrüchen gekommen.

Das Alter ist nur ein Aspekt

Nach dem Wasserrohrbruch an der Fürstenlandstrasse gibt es Leute, die sich fragen, weshalb die SGSW derart alte Leitungen nicht auswechseln. Dessen ist sich Steiger bewusst, sagt aber wieder mit Bezug auf die Rohrbruch-Statistik, das Alter einer Leitung sei nur ein Parameter bei der Analyse des Risikos eines Rohrbruches. Die Transportleitung vom Goldacher Rietli hinauf nach St. Gallen ist gemäss Steiger auch 100 Jahre alt – und bis heute noch ohne Schaden.

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