Was soll denn diese Frage?

Wo hat es da noch Platz für Fussgänger? Ausgabe vom 20. April 2015 Integriert statt traumatisiert Ausgabe vom 18. April 2015

Drucken
Teilen

Ganz einfach, hinter dem Gebäude getrennt vom rollenden Verkehr am Ufer direkt am See! Und für die Fussgänger, welche die kostenlose Würth-Galerie besuchen, gibt es genügend Gehweg direkt zwischen Radweg und dem Würth-Gebäude. Der Gehweg ist breiter als der Radweg! Hier wurde ein überaus modernes und vorbildliches Konzept für Strassenverkehr, Langsamverkehr (Radfahrer) und Fussgänger geschaffen. Äusserst genial wurde der Fussgänger vom rollenden Verkehr getrennt. Die Planer und das Unternehmen Würth haben diese Kritik mit dieser Art der Fragestellung nicht verdient. Aus einer Industriebrache wurde in kurzer Zeit ein vorbildlich moderner Ortsteil geschaffen, bei dem sich Arbeitsplätze, Verkehr und Naherholung perfekt ergänzen. Es wurde keine Mühe gescheut, den Fussgänger sicher und abseits vom Verkehr, direkt am See entlang auf parkähnlich gestalteten Wegen zu führen! Danke und Kompliment an die Planer und an die Verantwortlichen im Unternehmen Würth! Das muss man nur sehen und nicht auf dem für Radfahrer reservierten Streifen einen weiteren Fussweg suchen!

Noch ein weiterer Punkt: Der Artikel mit der Frage lässt vermuten, dass der denkende Fussgänger auch heute noch seinen Weg direkt an der Strasse irgendwo zwischen Kraftfahrzeugen und Radfahrer sucht. Dann wäre sofort auch der in Planung stehende Seesteg vom Areal Kopp zum Hörnlibuck hinfällig. Denn nach dem Wortlaut dieses leidenschaftlich fusswegsuchenden Redaktors würde niemals ein Fussgänger einen Weg 100 Meter entfernt vom Ufer auf dem See suchen oder sogar finden. Hoffentlich schafft es dieser fusswegsuchende Redaktor, sich durchzusetzen, den gesuchten Fussweg auf der Kantonsstrasse im Neuseeland zu realisieren. Dann wäre das Thema Seesteg auch vom Tisch, er ist sinnlos und hinfällig.

Markus Lörtscher Sonnenbergstrasse 31

9404 Rorschacherberg

Die EU ist völlig überfordert

Ein jüdisches Sprichwort lautet: «Rettest du ein Leben, so rettest du die Welt.» Besonders in Syrien wütet seit Jahren ein grausamer Bürgerkrieg. Schätzungen gehen von über 230 000 Toten aus, und einige Millionen befinden sich auf der Flucht. Auch die Schweiz nimmt syrische Flüchtlinge auf, und auch der Kanton St. Gallen leistet seinen humanitären Beitrag. Ich freue mich über jeden Menschen, der in der Schweiz ein sicheres Zuhause gefunden hat und in Frieden und Freiheit leben kann. Gleichzeitig dürfen wir nicht die Augen verschliessen vor der Wirklichkeit. Weltweit sind über 50 Millionen Menschen auf der Flucht. Viele suchen den Weg nach Europa.

Die Politik, besonders die EU, ist völlig überfordert. Es gibt keine einheitliche europäische Flüchtlingspolitik, geschweige denn eine mittel- und langfristige Strategie. Die Grossmächte, wie die USA und Russland, verfolgen geopolitische Interessen und nehmen auch einige 100 000 Tote als «Kollateralschäden» in Kauf. Die «Tabufrage» will man nicht stellen, da man sonst schnell als «fremdenfeindlich» hingestellt wird. Ich stelle sie trotzdem. Wie viele Flüchtlinge kann ein Land wie die Schweiz aufnehmen? Sind es 10 000, 50 000 oder 100 000, oder ist gar die Grenze nach oben offen? Und warum gibt es zwölf EU-Länder, die überhaupt keine Flüchtlinge aufnehmen? Ein Tabu zu brechen, ohne es zu berühren, gelingt in diesem Falle nicht.

Raffaele Ferdinando Schacher Blumeneggstrasse 52

9403 Goldach