Was muss noch alles passieren?

«Die Angst vor den jungen Fremden», Ausgabe vom 24. Mai

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Fleissig wird die Werbetrommel für die Marienburg getrommelt. Nur zehn Franken pro Einwohner koste es. Dass dies nur die Spitze des Eisberges ist, wird nicht erwähnt. An der Versammlung zeigte sich, dass der Unmut der Bevölkerung wächst. Das «St. Galler Tagblatt» schreibt von fast täglichen Einsätzen von Feuerwehr, Polizei oder Sanität. Mitbürger haben sich bereits in den sozialen Medien über Kleindieb­stähle in der Region beklagt. Auch wurden Thaler Frauen im Bereich der Marienburg von herumlungernden unbegleiteten minderjährigen Asylbewerbern (UMA) bei der Marienburg angegangen und belästigt. Den letzten Fall nahm der SVP-Vorstand auf und wurde beim Thaler Gemeindepräsidenten in Anwesenheit der Vizepräsidentin vorstellig. Dieses Präsidium, das sich im «Tagblatt» mit den Worten zitieren lässt, «ich nehme die Anliegen ernst», hat dem Vertreter der SVP-Ortspartei mitgeteilt, dass dies nicht im Geltungsbereich der Gemeinde sei. Der Thaler Gemeindepräsident sei nicht für die Sicherheit zuständig und könne nichts unternehmen. Man soll sich an die Verantwortlichen in der Marienburg wenden. Bedeutet dies wirklich, man nehme die Anliegen ernst? Dieser Gemeindepräsident, der sein üppiges Salär damit rechtfertigt, dass er während 7 Tagen 24 Stunden lang für die Anliegen der Bevölkerung erreichbar sei, will aber in konkreten Fällen nichts unternehmen und entzieht sich jeder Verantwortung. Weder das Thaler Gemeindepräsidium noch die Betreiber der Marienburg können die Sicherheit der örtlichen Bevölkerung gewährleisten. Die Geduld der Bevölkerung wird sehr hart auf die Probe gestellt. Was muss noch alles passieren, bis endlich reagiert wird? Denn so darf es auf keinen Fall weiter­gehen.

Michael Fitzi, Bahnstrasse 10, 9422 Staad