Was ist los auf den Strassen?

«Gefahr auf gelben Streifen», 15.12.2011

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«Gefahr auf gelben Streifen», 15.12.2011

In den letzten zwei Wochen lese ich immer wieder über Unfälle, bei denen Kinder auf dem Fussgängerstreifen überfahren werden. Am Freitag letzter Woche habe ich selber gesehen, wie in St. Georgen ein Kind auf dem Fussgängerstreifen fast überfahren worden wäre. Zwei weitere Kinder liefen direkt hinter ihm her. Drei Autos haben gewartet, um die Kinder über den Fussgängerstreifen laufen zu lassen. Und dann passiert das Unfassbare: Aus der Gegenrichtung kommt ein kleines Auto schnell angefahren und fährt über den Fussgängerstreifen. Das vorderste Kind hatte Glück: Es konnte noch rechtzeitig zurückspringen.

Viele Kinder hatten in der Vergangenheit nicht dieses Glück. Wie oft müssen solche Unfälle noch sein? Muss erst ein Kind tot gefahren werden? Die Tragödie vom Samstag in Täuffelen am Bielersee, bei dem ein Familienvater auf dem Fussgängerstreifen tot gefahren und seine Familie verletzt wurde, muss in St. Gallen nicht passieren. Ich bin selbst Mutter und kann solch ein Verhalten am Steuer nicht verstehen!

Fussgängerstreifen sind dafür da, um Menschen die Strasse sicher überqueren zu lassen. Es nützt nichts, wenn wir Eltern die Kinder immer wieder ermahnen, den Streifen erst zu überqueren, wenn das Auto stehen bleibt. Es nützt auch nichts, wenn die Polizei mit den Kindern die Verkehrserziehung durchführt, wenn es Autofahrerinnen und Autofahrer gibt, die mit überhöhter Geschwindigkeit, vielleicht auch aus Ignoranz oder abgelenkt durch das Handy am Ohr, die Kinder auf dem Fussgängerstreifen überfahren.

Also bitte: Achtet mehr auf die Fussgängerstreifen! Lasst Kinder und Erwachsene ihn sicher überqueren! Und achtet auf die Menschen, die am Streifen stehen und warten. Geht vom Gaspedal! Fahrt dem Verkehr und den Wetterverhältnissen entsprechend!

Ina von Dahlen

Dreilindenhang 29, 9000 St. Gallen