Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Was das Christkind bringen soll

Lego-Roboter, Drachen-Mama und Laubsäge

Wie oft muss es dieser Tage wohl den Briefkasten leeren? Wie viele mit Goldstift beschriebene, mit klebrigem Glitzer bestäubte Wunschzettel gingen an seine Adresse – an die Adresse des Christkinds? Vergangene Weihnachten erhielt es schweizweit über 20000 Mal Post. Nimmt man an, dass Papa Noël, Santa Claus, Joulupukki oder Ded moroz proportional ähnlich viele Briefe erhalten haben, kann man europaweit von fast zwei Millionen Sendungen ausgehen.

Wer soll die bloss alle beantworten? «Act locally», dachte wohl das Christkind und richtete eine Filiale in Gossau ein. Auch diese wurde mit Zuschriften eingedeckt. Was schreiben die Kinder dem Christkind? Was wünschen sie sich? Und was dem Christkind? «Viel Glück, dass du nie krank wirst», schreiben Gossauer Kindergärtler. «Du häsch jo etz so viel Arbet.» Andere Kinder bringen konkrete Wünsche an. Ein Mädchen möchte einen grösseren Puppenwagen, da sie selbst schon recht gross sei – und für die kleine Schwester einen Tiptoi-Stift, «damit sie meinen nicht immer wegnimmt.» Ausgestanzte Herzen durchlöchern den Brief.

Auch auf einem anderen Wunschzettel wird das jüngere Geschwister mitbedacht, allerdings eher nebenbei: «Liebes Christkind, wie geht es dir?», schreibt ein siebenjähriges Mädchen. «Danke, dass du uns schöne Geschenke machst. Ich habe einen Hamster. Und eine Schwester.» Vom Christkind wünscht sich das Mädchen «Polly pocket».

Viele Kinder verzichten auf Text. Sie haben die Bilder von Spielsachen aus Katalogen ausgeschnitten und auf Papier geklebt: Ein Einhorn aus Plüsch, ein Mikrofon mit eingebauter Lampe, eine Stoffschlange mit funkelnden Augen, eine «Drachen-Mama mit Baby», ein Lego-Roboter, ein ferngesteuertes Auto, ein Spielzeuglastwagen.

Aber auch handwerkliches Gerät findet sich auf den Wunschlisten. «Danke Christkind» steht in silbnernen Lettern auf königsblauem Hintergrund – und einige Zentimeter darunter: «Laubsäge». Daneben ist mit Bleistift eine Säge gezeichnet. Ein anderes Kind wünscht sich einen Webrahmen.

Aber das Christkind wird nicht nur mit Wünschen überhäuft, sondern auch mit Geschenken: Zeichnungen von Häusern, von Menschen, Vögeln, Engeln und Pferden. Bunt ausgemalte Mandalas. Ein Kind wünscht sich denn auch kein Geschenk vom Christkind, sondern Besuch: «Ich wünsche, dass du mich an Weihnachten besuchst und mit mir Milk und Kekse isst und trinkst.»

Ob alle Kinder die gewünschten Geschenke erhalten, steht in den Sternen. Sicher ist, dass ihnen das Christkind antwortet. Es verfasse für jedes Kind einen persönlichen Brief, verrät das Gossauer Christkind am Telefon. «Zumindest für alle, die ihre Adresse angeben.» Der Briefkasten des Christkinds steht an der Ecke Hirschenstrasse/Mooswiesstrasse. Aber auch jeder Brief mit der Adresse «Weihnachtshaus, 9200 Gossau» landet am Ziel. (al)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.