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Was das Abzeichen dem Fasnächtler sagen will

Erleuchtet

Unter älteren Fasnächtlerinnen und Fasnächtlern ist sie durchaus ein Gesprächsthema, die Gestaltung des diesjährigen St. Galler Fasnachtsabzeichens. Kritisch beäugt wird allerdings nicht die grafische Gestaltung, die wie üblich das Plakatmotiv aufnimmt. «Farbige Konfetti und so Kringel», beschrieb es einer am Apéro der Fasnachtsgesellschaft. Zu reden gibt, dass das Plastikding in diesem Jahr dank einigen Leuchtdioden in verschiedenen Stufen blinken oder auch Dauerlicht verbreiten kann.

Fasnächtler wären nicht das, was sie sind, wenn sie darüber keine faulen Witze machen würden. So kursiert etwa jener, das Dauerlicht sei sicher für den Vorstand der Fasnachtsgesellschaft gedacht: Wenn seine Mitglieder nach durchzechter Nacht vor der eigenen Haustüre stünden, helfe die Mini-Leuchte, das Schlüsselloch zielsicher zu finden. Die Taschenlampe komme einem an der Fasnachtsparty ja rasch einmal abhanden, sein Abzeichen hingegen gebe der Fasnachtsfunktionär niemals freiwillig her.

Wieder andere vermuten, dass das Abzeichen dafür gedacht ist, dem Gegenüber Zeichen zu geben. Beispielsweise so wie beim Glühwurm-Männchen auf Brautschau: Die Leuchtstufen am Abzeichen avisieren die Bereitschaft zur Kooperation zwischen Fasnächtlerin und Fasnächtler. Dies zwischen den Extremen «Da geht gar nix!» (unbeleuchtetes Abzeichen) und «Du bist mein Abendstern» (Dauerlicht).

Praktisch könnte das blinkende und leuchtende Fasnachtsabzeichen für die Stadtpolizei sein. Quasi als Selbstdeklaration bezüglich des Alkoholgehaltes des Trägers. Dies nach dem System, je mehr Licht am Abzeichen, desto besoffener. So wäre auf den ersten Blick ersichtlich, wo sich Kontrollen lohnen und wo nicht. Wobei: Damit das sicher klappt, müsste man die Alkoholanzeige am Fasnachtsabzeichen nächstes Jahr wohl automatisieren. Also so einrichten, dass das Abzeichen von selber merkt, wie viele Promille der Träger intus hat und sich entsprechend reguliert.

Man darf auf die weitere technische Entwicklung in diesem Gebiet wirklich gespannt sein. Und bis dahin kaufen wir doch alle brav das diesjährige Fasnachtsabzeichen. Es dient schliesslich einem guten Zweck, nämlich der Finanzierung der verschiedenen Anlässe. Das Leuchtding ist für acht Franken erhältlich. Zum einen vor der Fasnachtsbeiz im Waaghaus. Zum anderen werden morgen Sonntag am Umzug mobile Verkäuferinnen und Verkäufer damit unterwegs sein. (vre)

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