Warten auf den Trischliplatz

RORSCHACH. Die Rorschacherinnen und Rorschacher sagen Ja zum definitiven Seebus-Betrieb. Auf einen Spiel- und Begegnungsplatz im Stadtzentrum müssen sie jedoch weiter warten: Die Neugestaltung des Trischliplatzes soll erst später erfolgen.

Valentin Schneeberger
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Der Trischliplatz soll Begegnungsort und Spielplatz werden. (Bild: Dominik Bärlocher)

Der Trischliplatz soll Begegnungsort und Spielplatz werden. (Bild: Dominik Bärlocher)

Die Jahresrechnung 2012 der Stadt Rorschach präsentiert sich besser als erwartet und passierte gestern abend als Traktandum eins der Bürgerversammlung problemlos. Die Rechnung schliesst mit einem Ausgabenüberschuss von 40 856 Franken – ursprünglich budgetiert waren 1 675 800 Franken.

Wie schon im Geschäftsbericht kommuniziert wurde, ist die rote Null unter anderem auf die Verbesserungen auf der Aufwandseite zurückzuführen: So musste 2012 weniger für Personal, Unterhalt und Passivzinsen aufgewendet werden. Dank der Zustimmung der Bürgerversammlung wird das Defizit nun mit Eigenkapital gedeckt.

Griff in die Deponie-Reserven

Im Hinblick auf das Sparprogramm des Kantons und den damit verbundenen Lastenverschiebungen auf die Gemeinden rechnet der Stadtrat im Voranschlag 2013 mit einem Defizit von drei Millionen Franken. «Das nächste Jahr wird hart», prophezeite Stadtpräsident Thomas Müller den 217 Stimmberechtigten (5,2 Prozent Stimmbeteiligung) im Stadthofsaal. Durch deren Zustimmung zum Voranschlag wird das Defizit nun durch einen einmaligen Reservebezug samt Einsatz von Eigenkapital ausgeglichen. Der Reservebezug über 1,2 Millionen Franken erfolgt aus der Spezialfinanzierung Deponie.

Auf den Antrag von Joachim Huber, den Griff in die Deponie-Reserven an eine Rückzahlungsbedingung zu knüpfen, wollte die Mehrheit der Bürgerversammlung nicht eingehen. Mit dem Ja zum Voranschlag bleibt der Steuerfuss das erste Mal seit vier Jahren wieder auf Vorjahresniveau, nämlich auf 149 Steuerprozent.

Pläne für Trischliplatz

Wie schon im letzten Jahr sorgte der Trischliplatz auch gestern wieder für Gesprächsstoff. 2012 hatten Stimmberechtigte kritisiert, dass der Platz seine Funktion als Spiel- und Begegnungsplatz nicht mehr erfüllt. Dass sich seitdem im Stadtzentrum vor der Migros nur wenig getan hat, sorgt für Unverständnis. Die Bürgerversammlung 2012 hatte den Stadtrat beauftragt, Bericht und Antrag betreffend Ersatz des früheren Spielplatzes im ehemaligen «Migros-Pärkli» zu erstatten. Den Antrag blieb der Stadtrat bisher jedoch schuldig. «Die Neugestaltung des Trischliplatzes hängt mit der Überbauung der Liegenschaft an der Kronenstrasse 4 zusammen», sagte Gemeindepräsident Thomas Müller. Erst wenn diese Bauarbeiten abgeschlossen seien, könne auf dem Platz etwas Neues entstehen.

Wie lange Rorschach noch ohne den gewünschten Spiel- und Begegnungsplatz auskommen muss, ist deshalb noch unklar. Der Stadtrat rechnet jedoch damit, dass die Bauarbeiten an der Kronenstrasse noch in diesem Jahr beginnen werden.

Ein Ja zum Seebus

Wie schon die Goldacherinnen und Goldacher vor einer Woche segneten auch die Stimmberechtigten von Rorschach den definitiven Betrieb des Seebusses mit wenigen Gegenstimmen ab. Nun fehlt nur noch die Zustimmung der Bürgerversammlung von Rorschacherberg, um den Seebus in einen definitiven Betrieb zu überführen. Die entsprechende Grundsatzabstimmung findet am 3. April in der Mehrzweckhalle von Rorschacherberg statt.

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